Borussia Dortmund

BVB verlängert Vertrag mit Favre

+
Lucien Favre hat seinen Vertrag beim BVB vorzeitig bis 2021 verlängert.

Borussia Dortmund hat den Vertrag mit seinem Cheftrainer Lucien Favre wie erwartet vorzeitig verlängert. Für die BVB-Bosse sei dies nur folgerichtig.

Dortmund - Borussia Dortmund hat den Vertrag mit Cheftrainer vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Das neue Arbeitspapier des Schweizers gilt nun bis 2021.

Der Auftrag für den 61-Jährigen ist klar: Nach der Vize-Meisterschaft in der abgelaufenen Saison soll er mit seiner verstärkten Mannschaft erneut die Bayern angreifen - und die diesmal im Idealfall hinter sich lassen. Er will und soll den BVB zu einem dauerhaften Titel-Aspiranten formen. Das Ziel der Klub-Bosse heißt, "ohne Wenn und Aber" Meister zu werden.

"Lucien hat klare Strukturen geschaffen und unsere Spieler weiterentwickelt", lobt Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des BVB, erklärt: "Er hat die Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt. Es ist folgerichtig, dass wir die Zukunft gemeinsam gestalten möchten."

Favre führt den BVB im ersten Jahr auf Rang zwei

Favre hatte die Schwarz-Gelben vor einem Jahr übernommen und sollte den Umbruch einleiten - was ihm direkt gelang. In der Bundesliga holten die Dortmunder 76 Punkte und lieferten sich im Titel-Kampf lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Bayern, ehe dem BVB im Endspurt die Luft ausging. Auch, weil Ansprachen und Motivation nicht zu den Stärken des Trainers gehören. Seine fachliche Kompetenz und seine Detail-Versessenheit stellt indes niemand beim BVB in Frage.

Sommer-Fahrplan 2019 des BVB: Testspiele, Trainingslager und mehr

In der Champions League war für den BVB im ersten Jahr unter Favre nach dem Gruppensieg im Achtelfinale gegen den späteren Finalisten Tottenham Hotspur Endstation.

BVB will "zweitgrößter deutscher Riese" werden

Nach der verbalen Kampfansage an den FC Bayern ließ der BVB unmittelbar Taten folgen mit den Verpflichtungen von Nico Schulz, Julian Brandt und Thorgan Hazard. Als weiterer Baustein steht Mats Hummels für einer Rückkehr zum BVB.

Den großen Rivalen FC Bayern hatte Favres Vorgesetzter Watzke zuletzt als "Mount Everest" beschrieben: Ab und an durchaus mal zu bezwingen, aber immer da, mächtig, gefährlich, unverrückbar. In diesem Bild der Achttausender des Fußballs will der BVB zumindest der K2 sein: der zweitgrößte deutsche Riese.

Kommentar: Auch Favre muss sich noch ändern

Und Favre - um bei dem Bild zu bleiben - soll dauerhaft der Expeditionsleiter für den Gipfelsturm sein. "Ich freue mich sehr auf eine weiterhin konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem ganzen BVB-Team", ließ der Coach verlauten.

Zweifel nach der vorzeitigen Kapitulation

Dabei hatte es durchaus Zweifel gegeben: Nach dem 2:4 im Derby gegen Schalke 04 am 31. Spieltag hatte Favre im Titelrennen verfrüht kapituliert, BVB-Boss Watzke grätschte öffentlich dazwischen und entwickelte auch aus dieser Erfahrung seine Idee einer offensiveren Kommunikationskultur.

Ansonsten aber sprach vieles, fast alles für diesen Taktik-Fuchs Favre. Er hat den besten Punkteschnitt aller BVB-Trainer (2,24 pro Spiel), er übernahm im Sommer 2018 eine Mannschaft inmitten eines Umbruchs und führte sie beinahe zur Meisterschaft.

Die Entscheidung zugunsten der Bayern fiel nach einem zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Vorsprung für Dortmund am letzten Spieltag. "Lucien ist der Richtige für den BVB", da ist sich Watzke sicher. Was der Klub nun mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung unterstrich.

mg mit sid

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.