Borussia Dortmund

Ausschreitungen bei BVB gegen Hertha BSC – Polizei teilt vorläufigen Ermittlungsstand mit

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Im Heimspiel des BVB gegen Hertha BSC kam es zu Fan-Ausschreitungen der Berliner Anhänger.

Vergangene Saison kam es beim Heimspiel des BVB gegen Hertha BSC zu Ausschreitungen im Gästeblock. Die Polizei hat die Ermittlungen nicht abgeschlossen.

Update vom 12. September, 13.34 Uhr: Die Polizei Dortmund hat sich erneut zu den Ausschreitungen beim Heimspiel des BVB gegen Hertha BSC in der vergangenen Saison geäußert und einen vorläufigen Ermittlungsstand veröffentlicht.  "Im Nachgang zu den Vorfällen bei der Bundesligabegegnung des BVB gegen Hertha BSC am 27.10.2018 hat die damals eingerichtete Ermittlungskommission (EK) "Bär" des Polizeipräsidiums Dortmund einen vorläufigen Ermittlungsstand zu vermelden", heißt es.

Insgesamt seien "197 strafrechtlich relevante Taten herausgearbeitet" herausgearbeitet gaben nach den Vorkommnissen beim Spiel Borussia Dortmund – Hertha BSC in der Saison 2018/19. "In aufwändiger Kleinarbeit und unzähligen Stunden Materialauswertung haben die Ermittler 138 Personen diese Taten zuordnen können. Teilweise sollen diese Personen an mehreren Taten beteiligt gewesen sein", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Polizei weiter: "Identifiziert sind bislang 69 von ihnen, die Maßnahmen dauern allerdings weiterhin an. Die Dortmunder Polizei hat aufgrund der Ermittlungsergebnisse bislang 64 Stadionverbote beim BVB angeregt." Vier Zuschauer, drei Ordner und neun Polizeibeamte hätten Verletzungen erlitten im Rahmen der Ausschreitungen im Gästeblock bei der Partie Borussia Dortmund – Hertha BSC.

"Die Ermittlungen dauern an", teilte die Polizei Dortmund mit.

BVB verhängt Stadionverbote gegen Hertha-Fans – Rapper DeoZ erhebt Vorwürfe gegen Polizei

Update vom 28. August 2019, 17.03 Uhr: Der vor allem in der Fanszene von Hertha BSC bekannte Rapper DeoZ hat via Instagram das Verhalten der Polizei verurteilt. Er ärgert sich sich über die verhängten Stadionverbote nach den Ausschreitungen zwischen Polizei und einigen Hertha-Fan beim Heimspiel des BVB in der vergangenen Saison. Vielleicht auch, weil er selbst betroffen ist.

"Aus, bis heute, völlig unverständlichen Gründen, entschieden sich die Cops dazu, den Block zu stürmen und uns die Choreo zu klauen", schreibt Rapper DeoZ via Instagram*. Er wirft der Polizei mangelndes Wissen im richtigen Umgang mit Fankultur vor, wie er es nennt.

"Kein Wunder, dass der Hass auf Polizisten in den Stadien immer weiter wächst", schreibt DeoZ weiter. Der Berliner Rapper weiter: "Dieses Gefühl, wenn man den Umschlag öffnet und diese Zeilen lesen muss, wünsche ich keinem. Wir sehen uns bald wieder!" Drohung in Richtung Polizei oder Versprechen in Richtung Hertha-Fans? 

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Dortmund 27.10.18 : Aus bis heute ,völlig unverständlichen Gründen, entschieden sich die Cops dazu den Block zu stürmen und uns die Choreo zu klauen .Jeder der sich auch nur ein wenig mit der Fankultur auskennt, was ich dem Einsatzleiter einfach einmal unterstelle ,weiß, dass eine solche Aktion zur Eskalation führt. Da keine Gewaltätigkeiten gegen Menschen oder Sachen verübt wurden, die Pyroshow schon längst vorbei war und es auch sonst kein anderes Fehlverhalten unseres Blockes gab , ist davon auszugehen , dass hier bewusst eine Situation geschaffen wurde - wie wir sie erlebt haben ! Man kann von Pyrotechnik halten was man will, aber deswegen einen Block zu stürmen,Unbeteiligte zu verletzen und sich im Nachhinein als Opfer darzustellen ,ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Kein Wunder, dass der Hass auf Polizisten in den Stadien immer weiter wächst. Allein bei diesem Einsatz wurden über 40 Personen verletzt, manchen sogar die Hand zertrümmert .Die Staatsanwaltschaft, hat das Verfahren gegen diese Gewalttäter in Uniform eingestellt . Was sie nicht eingestellt hat, sind die zahlreichen Verfahren gegen unsere Anhängerschaft . Zum Teil mag das berechtigt sein. Ich meine wer sich mit den Bullen prügelt , darf nicht erwarten, straffrei davon zu kommen. Was mich aber ankotzt, sind die vielen Anzeigen gegen unsere Jungs, die aufgrund der Situation ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hatten und nun einem völlig haarsträubenden Tatvorwurf gegenüber stehen. So wurde schon mal aus“ Fahne festhalten“ ,“Besonders schwerer Landesfriedensbruch“ !!! Wenn man sich überlegt, dass manche Kinderschänder nicht mal in den Knast gehen, kann man einfach nur den Glauben an unseren Rechtsstaat verlieren . Alle Personen die an diesem Tag in irgendeiner weise aufgefallen sind (auch ohne strafbare Handlungen)und ermittelt werden konnten , haben nun ein Stadionverbot erhalten. Bei vielen gab es bis jetzt noch keine richterliche Entscheidung, was bedeutet , dass hier ein SV auf VERDACHT verhängt wurde ! Leider Gottes hat es auch mich getroffen. Dieses Gefühl ,wenn man den Umschlag öffnet und diese Zeilen lesen muss ,wünsche ich keinem . Wir sehen uns bald wieder!HA HO HE ⚪️

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Die Reaktionen jedenfalls fallen unterschiedlich aus und haben eine Bandbreite von "die Polizei ist im Recht" bis hin zu "durchhalten". Und das muss DeoZ auch. Die verhängten Stadionverbote gelten zwischen 12 und 36 Monate.

Beim BVB hingegen ist man in Gedanken schon wieder bei einem anderen Thema. Da sorgte nämlich die Ernennung von Mats Hummels zum dritten Kapitän angeblich für Zoff bei Borussia Dortmund, zudem schoss der ehemalige Co-Trainer Hendrie Krüzen gegen einige BVB-Profis.

BVB verhängt 46 Stadionverbote gegen Hertha-Fans

Dortmund - Borussia Dortmund hat nach den Fan-Ausschreitungen im vergangenen Jahr insgesamt 46 Stadionverbote gegen Berliner Anhänger ausgesprochen. Neun Stadionverbote wurden zur Bewährung ausgesetzt, teilte der Fußball-Bundesligist am Montag mit. Die 37 bundesweit wirksamen Stadionverbote gelten für eine Dauer zwischen zwölf und 36 Monaten.

Nach dem Erstliga-Spiel zwischen dem BVB und Hertha BSC am 27. Oktober 2018 in Dortmund hatten die Behörden 51 Täter namentlich ermitteln und diese Daten dem Revierverein zur Verfügung gestellt. In fünf Fällen wurde von einem Stadionverbot abgesehen.

"Gemeinsam mit den ermittelnden Behörden sowie mit Hertha BSC wurden in einem transparenten Verfahren auf Basis der DFB-Richtlinien die Untersuchungen, die Bewertung der Fälle im Einzelnen und das Verhängen der Sanktionen durchgeführt", erklärte Borussias Direktor für Organisation, Christian Hockenjos.

Der Stadionverbotsbeauftragte des BVB sowie ein Vertreter der Fanbetreuung waren im Zuge des Verfahrens eigens nach Berlin gereist, um an den angebotenen Anhörungsverfahren teilzunehmen.

dpa/maho

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Quelle: wa.de

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