BVB unterliegt gegen Saloniki mit 0:1

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Enttäuscht: Dortmunds Sven Bender.

Dortmund - Wer nur Schonkost auftischt, der darf kein Festmahl erwarten. Mit einer B-Mannschaft trat Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund gestern vor 55 200 Zuschauern zum letzten Vorrundenspiel der Europa League gegen PAOK Saloniki an und enttäuschte den eigenen Anhang angesichts zahlreich vergebener Großchancen mit einem ebenso unnötigen wie bitteren 0:1 (0:1). Für BVB-Trainer Thomas Tuchel war es die erste Heimniederlage.

Als Gruppenzweiter können die Schwarz-Gelben bei der Auslosung am Montag in Nyon (13 Uhr) mit einem starken Gegner für das Sechzehntel-Finale (18. und 25. Februar) rechnen. Denn neben den Ersten der Vorrunde befinden sich auch die drei Champions-League-Absteiger Manchester United, FC Porto und Olympiakos Piräus im Topf möglicher BVB-Kontrahenten. „Natürlich sind wir enttäuscht. Wir haben es nur geschafft, das Spiel zu dominieren, aber nicht die vier hochkarätigen Möglichkeiten zum Sieg genutzt“, ärgerte sich der Dortmunder Fußball-Lehrer. „Deswegen sind wir mit nur einem Torschuss geschlagen worden.“ Laut Tuchel hatte offenbar die letzte Anspannung und der nötige Respekt vor der Aufgabe gefehlt. „Auch ich habe sicherlich meinen Anteil daran“, erklärte der BVB-Coach, der angesichts der englischen Wochen lange über die Aufstellung brütete. Mit Blick auf das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag gegen die Frankfurter Eintracht (17.30 Uhr) und die am Mittwoch folgende Pokal-Aufgabe in Augsburg drehte Tuchel kräftig die Rotationsmaschine. Vom aktuellen Stamm standen lediglich Sven Bender, Marco Reus, Mats Hummels, Shinji Kagawa und Matthias Ginter in der Startelf. Ilkay Gündogan, Gonzalo Castro, Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek waren nicht einmal im Kader. Dafür durfte Neven Subotic seinen 27. Geburtstag auf dem Rasen feiern. „Ein 1:0 wäre ein schönes Geschenk gewesen, doch dafür hat die Leistung nicht gereicht“, ärgerte sich der Innenverteidiger. „Wir haben keine Lösung gefunden, für die Probleme, die uns die Griechen mit ihrer Defensive bereitet haben.“

Überraschend gab auch der 19-jährige Pascal Stenzel aus dem Regionalligateam im Mittelfeld sein Pflichtspieldebüt im Trikot der Borussia. „Pascal hat eine sehr positive Entwicklung genommen“, meinte BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der unlängst den Vertrag des Ex-Bielefelders bis 2019 verlängert hatte.

Die Partie gegen die Griechen hatte zunächst Freundschaftsspielcharakter. Der BVB beschränkte sich auf Ballkontrolle, entwickelte aber kaum Druck. Erst nachdem Saloniki einen Konter, bei dem Joo Ho Park schlief und die angesagte Abseitsfalle aufhob, durch den Ex-Nürnberger Robert Mak zum 0:1 (33.) nutzte, wurden die Aktionen des Bundesliga-Zweiten bissiger. Aber mehr als der Pfostenschuss von Marco Reus kam vor dem Seitenwechsel nicht heraus.

Tuchel wechselte zum zweiten Durchgang mit Henrikh Mkhitaryan für Reus und Julian Weigl für Sven Bender mehr Spielkultur und Tempo ein. Angriff auf Angriff rollte nun Richtung weiße Wand der Griechen. Der überragender PAOK-Torhüter Panagiotis Glykos klärte zunächst gegen den freistehenden Mkhitaryan, boxte später einen Kopfball von Shinji Kagawa aus dem rechten Tordreieck. Nach 66 Minuten schickte der BVB-Coach auch noch Pierre-Emerick Aubameyang für Kagawa auf das Feld, aber der Gabuner traf zehn Minuten vor Schluss mit einem Kopfball nur den Pfosten. 3 200 mitgereiste Fans aus Saloniki durften am Ende ausgelassen den ersten Sieg von PAOK feiern.

Quelle: wa.de

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