Klopp und Bender wollen weniger Gegentreffer

Sven Bender

BAD RAGAZ - 42 Gegentore kassierte Borussia Dortmund in der vergangenen Saison. Das soll sich nach dem Willen von Trainer Jürgen Klopp und Sven Bender nicht wiederholen.

Von Jens Lederer

"Die 42 Gegentreffer sind der Ansatz für taktische Maßnahmen. Wir müssen unser Spiel zwar nicht zwingend verändern, aber optimieren", sagte "Manni" Bender im BVB-Trainingslager in Bad Ragaz. Der defensive Mittelfeldakteur hatte im Testspiel gegen Bursaspor (4:1) das Feld in der 74. Minute wegen einer leichten Adduktorenverletzung verlassen und muss einige Tage mit dem Training aussetzen.

Auszusetzen, das ist für Bender kein Problem -- auch wenn er jedes Spiel bestreiten möchte. "Die Rotation in der letzten Saison hat mir gut getan. Ich bin froh, dass wir mit unserem breiten Kader sehr gut aufgestellt sind", meinte der 24-Jährige, der in Bad Ragaz mit Neuzugang Sokratis das Zimmer teilt und sich über gute Leistungen bei den Borussen weiterhin für die DFB-Auswahl empfehlen möchte: "Es gibt einen fixen Kern in der Nationalmannschaft, zu dem ich nicht gehöre, aber ich freue mich über jeden Anruf des Bundestrainers."

Dass er am 2. Juni beim Länderspiel gegen USA lediglich 45 Minuten zum Einsatz gekommen ist, sieht er nicht negativ. "Jedes Spiel beinhaltet die Chance, mich für weitere Einsätze in der Nationalmannschaft zu empfehlen", sagte Bender, der heute Abend wegen seiner Verletzung zuschauen muss, wenn Dortmund das dritte Testspiel im Rahmen des Trainingslagers absolviert. Gegner ist um 19.30 Uhr der FC Luzern, der mit einem 2:0-Sieg über Lausanne in die neue Super-League-Saison startete.

Mit von der Partie ist auch Robert Lewandowski, der im Spiel gegen den türkischen Erstligisten mit großem Elan zu Werke ging und nach 13 Minuten das 1:0 für die Borussen erzielte. All jene, die einen schmollenden Lewandowski im Trainingslager erwartet haben, weil er nicht zum FC Bayern München wechseln durfte, sehen sich positiv überrascht, der Pole kniet er sich bei jeder Trainingseinheit voll rein. Er scherzt mit den Teamkollegen, schreibt fleißig Autogramme für die zahlreichen Fußballfans und gibt auch den mitgereisten Journalisten Antworten auf ihre Fragen, wenn es sich nicht um den von ihm geplanten Standortwechsel in Richtung Süden handelt. Jürgen Klopp und auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke haben sich allem Anschein nach nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt, als sie verkündeten: "Robert wird keine Probleme machen. Mehr Profi geht kaum."

Weil Lewandowski trotz des geplatzten Wechsels nach wie vor viel Spaß am Fußball hat, dürfen sich die Fans heute auf einen ambitionierten polnischen Nationalspieler freuen, der bereits glänzend mit BVB-Neuerwerbung Henrikh Mkhitaryan harmoniert. Nicht so glänzend wie die beiden Offensivkräfte präsentierte sich die Hintermannschaft der Borussia beim Test in Altach gegen Bursaspor. Vor allem bei Standards wirkte sie anfällig. "Darum sollten wir uns kümmern", sagte Klopp, der die Mannschaft am Montagnachmittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren ließ. Bereits am frühen Morgen stand für die Profis der 4000-Meter-Lauf und anschließend eine 90-minütige Trainingseinheit mit Ball im Stadion Ri-Au auf dem Programm.

Quelle: wa.de

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