Der Rückstand wächst an

BVB erkämpft nach 0:2-Rückstand ein Remis

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Dortmunds Mats Hummels (r) Marcelus Schmelzer (r) und Vedad Ibisevic von Stuttgart kämpfen um den Ball.

DORTMUND - Wichtige Punkte verloren, zumindest aber ein wenig Moral gewonnen. Nach einem 0:2-Rückstand erreichte Borussia Dortmund gestern Abend noch ein 2:2 (0:0) gegen den VfB Stuttgart, hat damit aber nach fünf Spieltagen schon vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München – eine Situation, die trotz der Aufholjagd niemanden im Lager des BVB besonders glücklich machte. Auch wenn BVB-Coach Jürgen Klopp befand: „Wir haben 2:2 gewonnen.“

Borussia Dortmund:  Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Sokratis, Schmelzer – Bender (66. Ramos), Jojic – Aubameyang (74. Gyau), Kagawa, Großkreutz (74. Hummels) – Immobile

VfB Stuttgart: Ulreich – Klein, Schwaab, Rüdiger, Sakai – Gruezo, Romeu, Gentner (89. Kostic) – Leitner, Didavi (79. Niedermeier) – Werner (78. Ibisevic)

Schiedsrichter:  Gräfe (Berlin)

Zuschauer:  79 500

Tore: 0:1 Didavi (48.), 0:2 Didavi (68.), 1:2 Aubameyang (73.), 2:2 Immobile (86.)

Gelbe Karten:  Sokratis (2), Subotic (2) / Gentner (1), Romeu (2)

Von Patrick Droste

Die Voraussetzungen für einen furiosen Fußball-Abend waren alles andere als optimal gewesen. Die einen hatten am Samstag mit 0:2 in Mainz verloren, die anderen waren als Schlusslicht angereist, hatten zudem das Theater um die Trennung von Sportdirektor Fredi Bobic zu verkraften. Und in der Tat plätscherte das Spiel vor 79 500 Zuschauern anfangs recht unspektakulär vor sich hin.

Die Stuttgarter agierten wie erwartet eher defensiv und abwartend, fanden aber großen Gefallen daran, schnell nach vorne zu spielen, wenn sie in Ballbesitz waren. Der BVB hatte derweil große Probleme, im Mittelfeld die Regie zu übernehmen und gefährlich vor das Gehäuse der Schwaben zu kommen – was einerseits an vielen Ungenauigkeiten im Passspiel lag, zum anderen aber auch daran, dass Shinji Kagawa wenig Bindung zur Partie fand und die Platzherren dadurch kaum Überraschungsmomente in ihrem Spiel hatten.

So waren die Chancen in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten an einer Hand abzuzählen. Bei der Borussia vergaben Milos Jojic, dessen Schuss zu unplatziert war (9.), Ciro Immobile (30.), der über das Tor zielte, und Kagawa (33.), der nach einem feinen Zuspiel von Luksz Pizczek mit seinem Lupfer zwar Stuttgarts Keeper Sven Ulreich überwand, aber der Ball landete dann auf der Oberkante der Latte. Auf der Gegenseite hatte Christian Gentner Pech, als er knapp vorbei zielte (10.), und auch der junge Timo Werner blieb ohne Erfolgserlebnis, als er mit seinem Schrägschuss Roman Weidenfeller zu einer Glanzpararde zwang (23.). Machtlos war der Dortmunder Schlussmann aber in der 48. Minute. Als Marcel Schmelzer im Anschluss an eine Ecke den Ball nicht konsequent genug klärte, bediente Gentner den in der Mitte völlig frei stehenden Daniel Didavi, der problemlos zum 0:1 einschob.

Statistik

Ballbesitz in %:  65,3 - 34,7

Torschüsse:  25 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 54,8 - 45,2

Fouls: 11 - 10

Ecken:  5 - 4

Genau 20 Minuten später ließen die Gäste gar das 0:2 folgen. Nach einem erneuten Patzer von Schmelzer war es wiederum Didavi, der nach Zuspiel von Werner ungehindert traf (68.). „Was wir für Gegentore kassieren, ist einfach Quatsch“, schimpfte Klopp, und Mats Hummels befand: „Wir müssen als Mannschaft gesamtheitlich besser verteidigen.“ Doch die Dortmunder zeigten Moral, erhöhten die Schlagzahl und kamen in der 73. Minute zum Anschlusstreffer, als Pierre-Emerick nach einem Solo zum 1:2 traf. Anschließend brachte Jürgen Klopp erstmals in dieser Saison Abwehrchef Hummels – und der Weltmeister sah dann aus nächster Nähe, wie seinem Team noch der Ausgleich gelang. Nach einem Freistoß hielt Immobile den Fuß hin und markierte das 2:2 (86.). Und mit ein bisschen Glück hätte die Borussia sogar noch den Siegtreffer erzielen können, doch Antonio Rüdiger kratzte den Schuss von Piszczek in der Nachspielzeit noch von der Linie.

Bilder vom Spiel gegen den VfB Stuttgart

BVB spielt 2:2 gegen VfB Stuttgart

Quelle: wa.de

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