BVB verstärkte für 35 Millionen Euro seine Offensive

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Shinji Kagawa zeigte sein Können beim Spiel gegen Freiburg.

DORTMUND - Kagawa, Ramos, Immobile - der BVB hat zur Verstärkung seiner Offensive über 35 Millionen Euro investiert. Das soll helfen, den Weggang von Torjäger Lewandowski zu kompensieren. Zudem wird es leichter, Ausfälle von Leistungsträgern wie Reus aufzufangen.

In der vorigen Saison traf er sechs Mal, ein Jahr zuvor steuerte er in der Champions League sogar zehn Treffer bei. Der Dortmunder Aufstieg in den Kreis der internationalen Topclubs ist eng mit dem Namen Robert Lewandowski verknüpft. Doch auch ohne den nach München gewechselten Angreifer sieht der BVB gute Chancen, seine Stellung in Europa festigen zu können.

Neuzugänge wie Ciro Immobile und Adrian Ramos sollen helfen, die Lücke zu schließen. Zudem vermittelt die Rückkehr von Shinji Kagawa ein Gefühl neuer Stärke: "Mit Kagawa wird unser Offensivspiel noch variabler", kommentierte Sportdirektor Michael Zorc den jüngsten Transfercoup.

Schlechte Nachrichten wie die über den neuerlichen wochenlangen Ausfall von Marco Reus und Jakub Blaszczykowski hätten noch in den vergangenen Jahren für depressive Schübe gesorgt. Doch mittlerweile wähnt sich der Revierclub auf gutem Weg, selbst eigentlich unverzichtbare Führungsspieler ohne deutlichen Qualitätsverlust ersetzen zu können. Die Bemühungen der BVB-Vereinsspitze um mehr Variabilität sollen auch den umworbenen Reus zum Bleiben animieren. "Marco sieht ja, was hier entsteht", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

So vertrat Kagawa den verletzten Nationalspieler Reus am vorigen Bundesliga-Spieltag gegen Freiburg (3:1) prächtig. BVB-Trainer Jürgen Klopp ist guter Dinge, den für acht Millionen Euro verpflichteten einstigen Reservisten von Manchester United wieder auf sein altes Niveau führen zu können: "Man hat sofort gesehen, dass Shinji noch kicken kann. Wir schaffen ihm jetzt ein Umfeld, dass er auch selber wieder daran glaubt."

Neben Kagawa gehörte Ramos im Duell mit Freiburg zu den Aktivposten. Der knapp zehn Millionen Euro teure ehemalige Hertha-Profi schoss ein Tor und bereitete eines vor. Klopp sieht den schlanken Kolumbianer auf gutem Weg zu einem internationalen Schwergewicht: "Adrian ist ein herausragender Stürmer, der es noch viel besser kann. Er ist ein zurückhaltender Junge, der viel selbstbewusster sein könnte. Wir arbeiten daran."

Eine längere Anlaufzeit benötigt dagegen der mit 18,5 Millionen Euro teuerste Sommereinkauf Immobile. Der letztjährige Torschützenkönig der Serie A tut sich schwer mit dem laufintensiven Pressing der Borussia. Doch kaum ein Neuzugang in den vorigen Jahren wurde vom BVB intensiver gesichtet als der italienische Nationalspieler. Klopp wirbt bei jeder Gelegenheit um Geduld. "Den Lewandowski vom letzten Tag mit neuen Stürmern am ersten Tag zu vergleichen, wird niemandem gerecht und hat keine Relevanz", sagte er dem "Kicker".

Angesichts der neu gewonnenen personellen Alternativen im Offensivspiel kann sich der BVB die Geduld mit Immobile leisten. Zudem auch Turbo-Sprinter Pierre-Emerick Aubameyang seine Position im BVB-Kombinationsspiel gefunden zu haben scheint.

Die größere Problemzone bei der Borussia ist momentan ohnehin das defensive Mittelfeld. Ilkay Gündogan, Nuri Sahin und Oliver Kirch fehlen verletzt, Sven Bender sucht nach langer Verletzungspause noch seine Form. Vor allem die Genesung des seit über einem Jahr pausierenden Gündogan könnte helfen. Immerhin gab der Nationalspieler unlängst im Testspiel gegen die eigene U23 ein Kurzcomeback.

Die Aussicht, in Zukunft zusammen mit Kagawa auf dem Platz stehen zu können, motiviert Gündogan zusätzlich. "Er passt hier absolut rein. Das macht extrem viel Lust, hoffentlich bald wieder mit den Raketen zusammen auf dem Platz zu stehen", sagte er der "Bild". - dpa

Quelle: wa.de

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