BVB-Neuzugang Mkhitaryan misst sich nicht an Götze

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Henrikh Mkhitaryan.

BAD RAGAZ - Henrikh Mkhitaryan ist zwar mit rund 25 Millionen Euro der teuerste Neuzugang von Borussia Dortmund. Das kümmert ihn jedoch nicht. „Ich kann nichts dafür. Ich werde alles geben, damit der BVB nicht bereut, mich verpflichtet zu haben“, erklärte der 24-Jährige.

Bereits in seinem ersten Spiel hinterließ der Armenier einen nachhaltigen Eindruck. Denn beim 3:1-Sieg über den Schweizer Meister FC Basel glänzte die Neuerwerbung aus Donezk mit einem Tor und vor allem mit viel Spielwitz.

Die intelligente Spielweise war für Sportdirektor Michael Zorc der Grund, um die Zusage von Henrikh Mkhitaryan zu kämpfen. Wegen der verworrenen Transferrechte des Armeniers war es wahrscheinlich auch einer der schwierigsten Transfers in der Geschichte des BVB. „Ich bin davon überzeugt, dass er uns – bedingt durch seine hohe Qualität – weiterhilft“, prognostiziert der Sportdirektor, der Mkhitaryan in der offiziellen Pressemitteilung der Borussen als einen „super Neuzugang“ bezeichnet hatte.

Die sportliche Leitung der Schwarz-Gelben will mit dem armenischen Nationalspieler jene Lücke schließen, die Mario Götze durch seinen Wechsel zum Deutschen Meister Bayern München im Mittelfeld hinterlassen hat. Henrikh Mkhitaryan ließ allerdings während der gestrigen Pressekonferenz im Mannschaftshotel die Journalisten wissen, dass er nicht auf Götze fokussiert sei, weil der ein ganz anderer Spieler als er ist: „Ich bin nach Dortmund gekommen, um der Mannschaft zu helfen.“

Von den englischen Vereinen FC Liverpool und Tottenham Hotspur ebenso heftig umworben wie von Borussia Dortmund, hat er, so betonte Mkhitaryan, allein sein Herz entscheiden lassen. Liverpool habe zwar auch eine große Geschichte, „aber ich wollte nach Dortmund“.

Bei diesem Entschluss dachte er sicherlich nicht vorrangig an Kevin Großkreutz. Obwohl es ihm gefällt, dass ihn der Zimmerkollege mit BVB-Liedern unterhält, weil es noch sprachliche Probleme gibt. Der Neuzugang spricht zwar neben Französisch auch Englisch, Portugiesisch und Russisch, aber noch kein Deutsch. Deshalb äußerte er sich während der Pressekonferenz nur auf Französisch – was ihm keine Probleme bereitete.

Die gibt es auch nicht im neuen Umfeld des Armeniers, der nach eigenen Angaben von seinen Mitspielern und der Vereinsführung sehr gut aufgenommen worden ist. Um ihm die Integration in Dortmund im Alltag zu erleichtern, wird sich mit Massimo Mariotti ein BVB-Angestellter auf Wunsch von Zorc intensiv um den Armenier und die beiden anderen Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Sokratis kümmern.

Was seinen neuen Club betrifft, befürchtet er keine Anpassungsschwierigkeiten. Mkhitaryan kennt die Dortmunder, weil er gegen sie gespielt und die Bundesliga im Fokus hatte. Er freut sich schon jetzt auf die Heimspiele: „Vor mehr als 80 000 Zuschauern aufzulaufen, bei den tollen Fans und der Atmosphäre, das ist schon etwas Einmaliges.“

Bevor sich dieser Wunsch für ihn erfüllt, fließt noch eine Menge Schweiß. Denn bis Donnerstag stehen pro Tag drei harte Trainingseinheiten in Bad Ragaz auf dem Programm. Unterbrochen werden sie durch zwei weitere Testspiele. Heute geht es in Altach (Österreich) gegen die türkische Mannschaft Bursaspor – ein Team, das sich für die Europa-League qualifiziert hat. Und am Dienstag heißt der Gegner FC Luzern. - Von Jens Lederer

Quelle: wa.de

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