Witsel, Delaney und Dahoud

Passende Mittelfeld-Mischung - zum Leidwesen anderer

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Axel Witsel (von links), Thomas Delaney und Mahmoud Dahoud haben sich gut im BVB-Mittelfeld ergänzt.

Axel Witsel funktioniert bei Borussia Dortmund sofort - und ergänzt sich gegen Leipzig direkt gut mit Thomas Delaney und Mahmoud Dahoud. Die Folge sind prominente Härtefälle.

Dortmund - Er hatte gerade einmal sein zweites Pflichtspiel im Trikot von Borussia Dortmund hinter sich – und schon wieder gehörte Axel Witsel zu den gefragtesten Protagonisten. Sogar aus Belgien waren Journalisten vor Ort, um den 29-Jährigen nach seinem Startelf-Debüt für den BVB zu befragen.

Und Witsel hatte einiges zu erzählen. Tatsächlich gehörte er wie schon beim knappen Pokal-Sieg in Fürth auch beim 4:1 gegen RB Leipzig zu den wichtigsten Faktoren im Spiel der Schwarz-Gelben. Nicht nur, aber auch wegen seines Seitfallzieher-Treffers. Witsel brachte einmal mehr Elemente mit, die dem Spiel der Borussen lange gefehlt hatten und ein nicht unerheblicher Teil des ausgerufenen Neustarts sind.

„Charakter“, sagte Kapitän Marco Reus. „Vor allem im Mittelfeld. Er hat versucht, da Ruhe reinzubringen mit seiner Sicherheit.“ Auch im Spielaufbau, was besonders wichtig sei, wie Trainer Lucien Favre sagte. Witsels Passquote von 90,91 Prozent kann sich durchaus sehen lassen – nur Abdou Diallo (94,74 Prozent) war in dieser Hinsicht besser.

Gute Ergänzung

So viel er auch mitbringt: Natürlich war es nicht Witsel allein. Die gesamte Mittelfeldreihe funktionierte über weite Strecken. Erstmals liefen die Neuzugänge Witsel und Thomas Delaney zusammen im Mittelfeldzentrum auf. Die Gemeinsamkeit: Beide strahlen Ruhe aus, bringen Erfahrung in die Mannschaft. Der Belgier als Sechser, der 26 Jahre alte Ex-Bremer auf der Acht neben Mahmoud Dahoud. Verschiedene Spielertypen, die sich gut ergänzen.

Bei Witsel sind es mehr Qualitäten als nur Ruhe und Erfahrung. „Axel ist der Größte. Er hat einen großen Kopf“, sagte Delaney lächelnd. Sich selbst beschreibt er als laufstarken Typen, der viel vor- und wieder zurück marschiert. Aber auch jemand, der sich nicht scheut, gefährlich im gegnerischen Drittel aufzutauchen. Großes Pfund: Beide bringen eine gewisse Physis mit. „Diese Körperlichkeit hat uns geholfen“, sagte Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung.

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Dann wäre da noch Dahoud. Der 22-Jährige „ist ein Dribbler, kann auch mal die schwierigen Pässe spielen“, so Delaney. Kehl ergänzte: „Mo bringt mit seiner Quirligkeit, Wendigkeit und seinen technischen Fähigkeiten noch einmal Elemente mit, die die anderen beiden nicht haben. Deswegen hat es in dieser Konstellation sehr, sehr gut geklappt.“

Götze als prominentester Härtefall

Doch diese Konstellation bringt auch Opfer mit sich. Etwa Mario Götze. Der 26-Jährige, der den Dortmunder Neustart auch für sich nutzen wollte, musste 90 Minuten lang zuschauen. Es ist wohl der größte von vielen Härtefällen im breit besetzten BVB-Mittelfeld. Nuri Sahin, Sebastian Rode, Shinji Kagawa und Dzenis Burnic schafften es nicht in den Kader, Julian Weigl ist im Aufbautraining.

Klar ist: Der Kader ist vor allem auf diesen Positionen (zu) üppig besetzt. Genauso klar: Vor allem mit Blick auf die Dreifachbelastung darf sich ohnehin niemand sicher sein – zumal es in allen Bereichen Luft nach oben gibt (Favre: „Es gibt viel zu korrigieren.“). „Es wird jede Woche schwer, das Training ist auf ganz hohem Niveau“, sagte Delaney: „Das ist ein Plus für die Mannschaft, dass wir einen breiten Kader haben.“

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Quelle: wa.de

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