Schmelzer würde gern aus dem Schatten treten

Marcel Schmelzer (rechts)

ST. PETERSBURG - Mit seinen 21 Einsätzen in der Champions League und 15 Länderspielen gehört er schon zu den international erfahrenen Spielern des BV Borussia Dortmund. Und wenn die Hymne der Königsklasse vor dem Anpfiff ertönt, dann ist auf Marcel Schmelzer immer Verlass.

Doch während Spieler wie Robert Lewandowski, Marco Reus, Ilkay Gündogan oder Mats Hummels auf der Wunschliste des europäischen Geldadels stehen, wird über mögliche Transfers des 26-jährigen gebürtigen Magdeburgers so gut wie nie spekuliert. Eine Tatsache, die auch Schmelzer durchaus etwas wurmt, war er doch an den vielen guten Auftritten des BVB in der Champions League entscheidend mit beteiligt. Deshalb würde er sich auch persönlich etwas mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit wünschen.

„Ich glaube schon, dass einige Spieler aus unserer Mannschaft bekannter sind als vorher. Und generell der Verein Borussia Dortmund“, erklärt der linke Außenverteidiger. „Die Frage ist nur, wie lange das noch passiert.“ Wichtige Weichen in die Richtung kann der BVB am Dienstag schon mit einem guten Ergebnis bei Zenit St. Petersburg stellen.

„Wir wollen daran arbeiten, dass das in Zukunft so bleibt und jetzt wieder versuchen, so weit wie möglich in der Champions League zu kommen, damit wir genau dieses Ansehen auch weiter haben und nicht wieder verlieren“, betont der Nationalspieler. „Vor allem wollen wir Punkte sammeln, damit wir in den Lostöpfen weiter nach oben wandern.“

Nach der enttäuschenden 0:3-Niederlage in der Bundesliga in Hamburg geht es für die Schwarz-Gelben zudem darum, mit einem guten Auftreten auf internationalem Parkett die Fans wieder zur versöhnen. Auch für Schmelzer war die Partie ein herber Rückschlag, hatte er doch nach langer Verletzungspause vor dem Jahreswechsel zuletzt langsam wieder zu alter Form zurückgefunden. Dass die Leistung vom Wochenende negative Auswirkung auf den Auftritt in Russland haben könnte, glaubt er allerdings nicht. „Nein, das ist ein ganz anderer Wettbewerb.“ Allerdings mit gehobenem Niveau.

„Im Achtelfinale gibt es keine schlechten Mannschaften“, weiß Schmelzer um die Qualität des Gegners. Doch nach den bisherigen Leistungen in der Königsklasse hält er die Aufgabe für lösbar. In Sachen Einsatz und Laufbereitschaft wird er wieder mit gutem Beispiel voran gehen. „Ich funktioniere über das Vertrauen“, sagt der Magdeburger über sich selbst. „Vertrauen gibt mir Selbstvertrauen.“ Von Trainer Jürgen Klopp genießt er die volle Rückendeckung. Auch für die Partie in St. Petersburg. - P.Sch.

Quelle: wa.de

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