2. Bundesliga-Spieltag

Magere Dortmunder Nullnummer in Hannover

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Marius Wolf (links) rückte in Hannover für den angeschlagenen Christian Pulisic in die Dortmunder Startelf.

Borussia Dortmund muss sich mit einer mageren Nullnummer bei Hannover 96 begnügen. Dabei traf der BVB zweimal Alu. Aber auch die starken Niedersachsen waren gefährlich.

Hannover - Er korrigierte. Er schimpfte. Er wollte Einfluss nehmen. Doch auch die Bemühungen von Lucien Favre blieben ohne Erfolg. Der Cheftrainer von Borussia Dortmund musste sich nach einem über weite Strecken zähen Auftritt seiner Mannen mit einem durchaus gerechten 0:0 bei Hannover 96 begnügen. "Beide Mannschaften standen defensiv relativ sicher. Das war so ein typisches 0:0-Spiel", sagte BVb-Kapitän Marco Reus nach der Partie.

Favre musste bei den Niedersachsen auf Christian Pulisic verzichten. Der 19 Jahre alte Flügelflitzer fehlte wegen muskulärer Probleme. Für ihn rückte Marius Wolf in die Anfangsformation, in der der Chefcoach im Vergleich zum 4:1-Sieg am Sonntag gegen RB Leipzig somit nur eine Änderung vorgenommen hatte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Stürmer Paco Alcacer (25) war ebenfalls nicht dabei. Die Barca-Leihgabe war – anders als von einigen erwartet – nach nur zwei Trainingseinheiten mit seinen neuen Kollegen gar nicht erst im Kader.

Mario Götze blieb indes erneut nur der Platz auf der Bank. „Das wird sich schnell ändern, wir werden in zwei, drei Wochen viel rotieren“, äußerte sich Favre vor der Partie bei „Eurosport“ zur Wahl seiner ersten Elf.

Starkes 96-Pressing

Etwas konkreter dürften seine Worte in der Kabine zu dem ausgefallen sein, was er im ersten Abschnitt gesehen hatte. Denn das wird dem Schweizer wenig gefallen haben. Seine Truppe kam bis auf zwei anfängliche Vorstöße Richtung Hannoveraner Strafraum kaum bis gar nicht zur Entfaltung.

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Die von Andre Breitenreiter betreuten Gastgeber, die nach einer Viertelstunde auf 67 Prozent Ballbesitz gekommen waren, spielten mutig auf, störten die Dortmunder mit aggressivem Pressing früh und zerstörten damit jeden noch so kleinen Versuch eines Spielaufbaus der Schwarz-Gelben. Ideen dagegen? Fehlanzeige.

Das Vorhaben der Niedersachsen wurde dabei schnell deutlich: Bälle im Mittelfeld erobern – was das eine oder andere Mal auch gelang –, um die Kugel anschließend schnell und hoch nach vorne zu schlagen. Mit ausbaufähigem Erfolg. Es was das größte Manko der 96er.

Diallo rettet gegen Maina

Die wohl größte Chance vereitelte Abdou Diallo, als er einen Versuch des stark aufspielenden Linton Maina mit dem Fuß zur Ecke geklärt hatte (26.). Kurz zuvor hatte der BVB gejubelt, als Maximilian Philipp den Ball im Tor versenkte – allerdings hatte Wolf bei dem Zuspiel im Abseits gestanden (25.).

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte kam die Borussia vor 49000 Zuschauern allmählich in Fahrt. Nach einem zu harmlosen und zu unplatzierten 20-Meter-Schuss von Wolf (36.) hatte Marco Reus aus halbrechter Position gleich zweimal die Chance zur Führung: Erst rettete 96-Keeper Michael Esser mit der Fußspitze zur Ecke (40.), ehe der BVB-Kapitän aus ähnlicher Lage die Latte getroffen hatte (42.). "Ich hatte die beiden größten Möglichkeiten – natürlich ärgere ich mich, dass ich nicht einen von den beiden gemacht habe", sagte Reus.

Es sollten erst einmal die besten Momente der offensiv harmlos auftretenden Dortmunder blieben. Nach dem Seitenwechsel waren es wie schon zu Beginn des ersten Durchgangs die Hannoveraner, die den größeren Mut an den Tag legten. Erneut ohne große Tormöglichkeit.

Philipp trifft den Pfosten

Bobby Wood traf aus spitzem Winkel lediglich das Außennetz (51.). Anders sah es beim BVB aus: Philipp köpfte an den Pfosten (60.). Ansonsten kam weiterhin nicht allzu viel von der Borussia. Die wenigen Konter spielte sie zu behäbig zu Ende. Stattdessen war 96 der Führung näher als die Gäste: Waldemar Anton verpasste – abgefälscht von Thomas Delaney – nach einer Ecke nur haarscharf (78.). Wood verstolperte eine weitere große Möglichkeit der Hannoveraner (88.). Reus: "Nach dem Spielverlauf geht das in Ordnung. Wir standen ein bisschen zu tief. Wenn wir mal ins Passspiel gekommen sind, wurde es eigentlich immer gefährlich – aber das haben wir zu wenig gemacht."

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Quelle: wa.de

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