Tuchels volle Konzentration gilt Werder 

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Für Neven Subotic ist die Saison gelaufen

Dortmund - Thomas Tuchel bleibt gelassen. Die täglichen Transfergerüchte um bevorstehende Wechsel der Dortmunder Leistungsträger zu den zahlungskräftigen europäischen Spitzenklubs lächelt der BVB-Fußball-Lehrer auch vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (Samstag, 18.30 Uhr) süffisant weg.

„So weit ich weiß, haben alle einen Vertrag bei uns und fühlen sich wohl. Das Heft des Handelns liegt allein in unseren Händen.“ Ob Mats Hummels, Ilkay Gündogan oder Henrikh Mkhitaryan – der BVB will mit allen Spielern, deren Verträge 2017 auslaufen, vorzeitig verlängern. „Die Gespräche laufen, die Spieler wissen um unsere Wertschätzung“, beteuert Tuchel. 

Im Fall Mkhitaryan legt er angesichts der neuen Spekulationen um ein Interesse von Juventus Turin noch einmal nach. „Wir wissen, was wir an Micky haben. Er ist ein Champion. Er weiß aber auch, was er an uns hat“, erklärt Tuchel und lässt durchblicken, dass dem Armenier ein unterschriftsreifes Angebot vorliegt. „Der Ball legt jetzt bei ihm. Er muss ihn nur noch verwandeln.“ 

Anders sieht die Situation offenbar bei Gündogan aus. Der liegt derzeit auch sportlich auf Eis. Denn die zunächst als harmlos bezeichnete Fußprellung erweist sich als äußerst langwierig. Der Mittelfeldspieler ist auch für die Partie gegen Bremen kein Thema. „Inzwischen kann er wieder schmerzfrei laufen“, sagt der Trainer. „Es wäre gut, wenn er in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen könnte.“ Ein Einsatz im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Liverpool am 7. April käme aber sicherlich auch noch zu früh. 

Für Neven Subotic ist die Saison gelaufen

Komplett gelaufen ist die Saison für Innenverteidiger Neven Subotic, der an einer Thrombose im Arm leidet und auf Grund der Medikamente, die er einnehmen muss, bis auf weiteres keinen Kontaktsport betreiben darf. „Für Neven ist das natürlich sehr bitter“, sagt Tuchel. „Neven ist ein absolut vollwertiges Teammitglied und hat das durch seine vermehrten Einsätze in den vergangenen Wochen auch gespürt.“

Für den Serben, der sich in den kommenden Wochen durch Laufeinheiten fit halten wird, rückt Abwehrspieler Jon Stankovic aus der U23 des BVB in den Profikader auf. Keine Gedanken verschwendet Tuchel im Vorfeld der Partie gegen den SV Werder Bremen daran, dass die Borussia mit einem Sieg schon sechs Spieltag vor Schluss den Einzug in die Champions League feiern kann. 

Vizemeisterschaft bei entsprechender Schützenhilfe sicher

Bei entsprechender Schützenhilfe wäre am Wochenende sogar die Vizemeisterschaft sicher. „Unser aktuelles Ziel ist es, gegen Werder nach der Länderspielpause wieder in die Spur zu kommen“, beteuert Tuchel. Der Coach erwartet einen Gegner, der unberechenbar ist. „Werders Dilemma in dieser Saison ist, dass die Stabilität fehlt“, erklärt Tuchel. „Die Mannschaft kann an einem guten Tag gegen einen favorisierten Gegner deutlich gewinnen. Das hat sie zuletzt zweimal in Pokal und Bundesliga in Leverkusen bewiesen. Aber sie kann auch gegen einen vermeintlich schwächeren Kontrahenten verlieren.“

Der BVB hat in der Schlussphase der Saison noch in drei Wettbewerben Titelchancen. „Ein Fehler wäre es, diese unterschiedlich zu bewerten“, beteuert Tuchel und fordert seine Mannschaft auf, sowohl in der Meisterschaft als auch im Pokal und Europa League „den inneren Schweinehund“ zu überwinden. „Die eigene Leistung muss im Vordergrund stehen. Und am Ende werden wir sehen, was wir dafür bekommen“, erklärt der Fußball-Lehrer.

Quelle: wa.de

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