Köln mit Kampfansage an BVB: Wollen wehtun

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Toni Schumacher

KÖLN/DORTMUND - Seine vergangenen acht Duelle mit Borussia Dortmund hat der 1. FC Köln alle verloren. Am Samstag will der Aufsteiger diese Negativserie gegen den schwächelnden Champions-League-Teilnehmer beenden.

Ausgerechnet gegen Angstgegner Borussia Dortmund will der 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den Bock umstoßen. "Wir haben auch gegen Top-Gegner wie Dortmund nichts zu verschenken. Da können sie in der Champions League gern zaubern, wie sie wollen. In Köln sollen sie erst mal spielen. Und das sollte ihnen wehtun", sagte FC-Vizepräsident Toni Schumacher und richtete in der Bild eine Kampfansage an seinen Ex-Klub.

Auch Kölns Trainer Peter Stöger ist davon überzeugt, dass der Aufsteiger im vierten Versuch sein erstes Tor und seinen ersten Sieg in dieser Saison vor eigenem Publikum feiern kann. "Wenn wir einen sehr guten Tag haben, könnten wir mehr Möglichkeiten haben, sie zu schlagen, als gegen die Bayern", sagte der Österreicher, der vor drei Wochen mit seinem Team 0:2 gegen den Rekordmeister aus München verloren hatte. Stöger machte aber ebenso deutlich: "Nicht, dass ich sage: Dortmund ist leichter als die Bayern. Aber sie spielen ein wenig anders. Man kann beide nicht vergleichen."

Das beweist auch die Statistik, die Stöger, Schumacher und der gesamten Geißbock-Familie Tränen in die Augen treibt. Die vergangenen acht Spiele der Kölner gegen Dortmund gingen alle verloren. Im Abstiegsjahr 2012 wurden die Rheinländer vom BVB jeweils mit 0:5 und 1:6 abgeschossen. Und den letzten FC-Sieg gegen die Westfalen gab es vor elf Jahren.

Stöger lässt sich aber weder von dieser grausamen Statistik schocken, noch von der Tatsache, dass sein Kollege Jürgen Klopp wieder auf die zuletzt angeschlagenen Spitzenkräfte Ilkay Gündogan, Marco Reus und Henrich Mchitarjan zurückgreifen kann. "Ob Dortmund mit Weltklassespieler A oder Weltklassespieler B antritt, das macht keinen Unterschied", sagte der Kölner Coach recht emotionslos.

Das sieht auch Schumacher so, der hofft, dass die FC-Profis nicht zu viel Respekt vor den Stars in den Reihen des Vizemeisters zeigen. "Ich halte nichts davon zu sagen: Dortmund ist uns ohnehin überlegen, also konzentrieren wir uns mal auf Bremen. Wir werden unsere Chancen gegen Dortmund suchen. Da bin ich mir sicher", sagte der 60-Jährige.

Das weiß auch Klopp, der nach der Länderspielpause mit seinem Team im Duell der Tabellennachbarn einen Neustart hinlegen will. "Köln ist der verdienteste Aufsteiger der letzten Jahre. Es geht am Samstag aber nicht darum, wer sich wie entwickelt hat, sondern wer seine aktuellen Probleme am besten lösen kann", sagte der BVB-Trainer zu den Vorzeichen des Spiels zwischen dem Tabelen-14. (Köln) gegen den 13.: "Es geht darum, dort zu punkten und nicht Köln am Nasenring durchs eigene Stadion zu führen."

Stöger, der bis auf Patrick Helmes wieder aus dem Vollen schöpfen kann, will beides verhindern. Sollte der 48-Jährige mit seinem Team allerdings auch das vierte Spiel hintereinander verlieren, sitzt er in der Domstadt weiter fest im Sattel, wie Schumacher betonte: "Wir wollen am Ende Platz 15 erreichen. Da liegen wir absolut im Soll. Und wir bewerten Peter Stöger nicht anhand von einzelnen Ergebnissen, sondern danach, was er macht, wie er arbeitet und wie er mit dem Material umgeht, das zur Verfügung steht. Und da kann ich nur sagen: Er macht einen richtig guten Job!" - sid

Quelle: wa.de

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