7. Bundesliga-Spieltag

Emotionen, Götze und drei Punkte

Mario Götze (links) konnte zusammen mit seinem Kumpel Marco Reus mal wieder im Dortmunder Trikot jubeln.
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Mario Götze (links) konnte zusammen mit seinem Kumpel Marco Reus mal wieder im Dortmunder Trikot jubeln.

Borussia Dortmund hat gegen den FC Augsburg gewonnen. Das Stadion kochte und Mario Götze durfte auch mal wieder in der Bundesliga ran. So emotional war das Spiel des BVB.

Dortmund – Männer schwitzen, malochen unermüdlich. Der Stahl kocht, glüht orange-rot. Schicht für Schicht, Tag für Tag – vergangene Zeiten. Im Dortmunder Nordosten stand einst die Westfalenhütte. Ganz vergessen ist diese Epoche nicht. Der BVB hat einen besonderen Bezug zu seiner Stadt, zu den Menschen, zu seiner Tradition. Unweit der alten Westfalenhütte lernte Borussia Dortmund im Stadion „Weiße Wiese“ das Kicken. 

Doch der Stahl glüht längst nicht mehr in dieser Stadt, Borussia Dortmund spielt längst nicht mehr im Hoeschpark. Und gleichwohl kochte es wieder an diesem Samstagnachmittag. Nicht der Stahl, sondern das Stadion. Der BVB rang den FC Augsburg mit 4:3 nach einem 0:1-Halbzeitrückstand (bei uns im Ticker zum Nachlesen) nieder – unter den Torschützen: Mario Götze.

Geschichten, die der Fußball schreibt

Harte Arbeit, eiserner Wille – und zähe Kerle wie einst rannten über den Platz, angepeitscht von den Nachfahren jener Stahlkocher. Die Schicht dieser Arbeiter dauerte 90 Minuten. Ein paar Überstunden gab es obendrauf. Sechs Minuten Nachspielzeit. Denn die Dortmunder hatten einen Job zu erledigen – als Sieger den Platz verlassen. Und dann war da noch die Geschichte rund um Götze. Fußballromantiker aufgepasst.

Kehl ist begeistert

„Es ist ja nicht so, als hätte ich nicht schon mal selbst sehr emotionale Spiele hier erlebt – aber das heutige Spiel war dann doch auch wieder ein ganz spezielles“, sagte Sebastian Kehl nach der Partie. „Durchgeschwitzt, Gänsehaut, emotional, geärgert. Es war alles dabei heute“, so der Leiter der Dortmunder Lizenzspielerabteilung weiter. Borussia zeigte einen besonderen Willen, hatte gewiss auch etwas Glück dabei. Aber das ist ja bekanntlich mit den Tüchtigen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat die Emotionen gespürt, die in diesem Spiel steckten. „Ich hätte gedacht, das Spiel in Leverkusen wäre einzigartig gewesen. Auch von den Emotionen her. Ich muss aber sagen, heute war es noch mal eine leichte Steigerung“, sagte er.

Lautstarker Empfang für Götze

Eine starke Steigerung erlebte dabei vor allem einer. Mario Götze. Vielfach gelobt, noch öfter gescholten. Einer, der immer im Fokus steht. Dieses Mal, nach diesem 4:3 gegen Augsburg, steht er zurecht im Fokus. 77 Minuten waren gespielt. Dortmund lag im eigenen Stadion mit 1:2 zurück. Dann schickte BVB-Chefcoach Lucien Favre Götze auf den Platz, Julian Weigl musste weichen. 

Es waren die ersten Bundesliga-Minuten in dieser Saison für den WM-Star von 2014. Die Südtribüne bereitete ihm einen atemberaubenden Empfang. Zorc: „Und das ist auch gut so.“ 

Und er trifft auch noch!

Sieben Minuten später, Paco Alcácer hatte zwischenzeitlich mit seinem zweiten Treffer zum 2:2 ausgeglichen (80.), kam Götze vor das Gäste-Tor und netzte ein. „Ich glaube, wir haben uns alle für ihn gefreut“, sagte Kehl. Der Rest ist Geschichte, das Stadion stand da schon Kopf. 

Alcácer beschert Borussia Dortmund drei Punkte – die Bilder vom Spiel gegen Augsburg

Die Treffer von Gregoritsch (87.) zum Ausgleich für Augsburg und der späte Siegtreffer von Alcácer in der Nachspielzeit setzten dem ganzen Stück die Krone auf. „Vielmehr geht nicht an Emotionen. Ich habe selten das Stadion so kochen sehen, wie ab der 90. Minute“, sagte Zorc. Der Sportdirektor hatte Recht: Mehr gekocht hat vermutlich wirklich nur früher der Stahl in der alten Westfalenhütte.

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Quelle: wa.de

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