"Mats braucht noch Training"

Klopp verzichtet zum Saisonstart auf Hummels

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Mats Hummels.

DORTMUND - Die finanzielle Perspektive ist für den bald schuldenfreien Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund mit der zweiten Kapitalerhöhung innerhalb von wenigen Monaten glänzend, doch in sportlicher Hinsicht plagen Jürgen Klopp vor dem Bundesliga-Auftakt am Samstag (18.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen große Probleme.

Von Peter Schwennecker

Dem Trainer stehen gerade einmal 14 Feldspieler zur Verfügung. Angesichts der langen Ausfallliste dürfte es Klopp deshalb nicht besonders schwer fallen, eine Startformation zu finden. Definitiv fehlen werden die verletzten Adrian Ramos (Innenbanddehnung), Dong-Won Ji (Muskelfaserriss) und Oliver Kirch (Muskelbündelriss). Gerade erst im Lauftraining befinden sich die zuvor angeschlagenen Marcel Schmelzer, Jakub Blaszczykowski, Nuri Sahin und Ilkay Gündogan. „Alle brauchen ihre Zeit“, betont der Fußball-Lehrer, der aber derzeit gute Fortschritte bei Ilkay Gündogan beobachtet. „Er kann schon immer mehr machen“, meint Klopp. „Es wird nicht mehr lange dauern, bis er Teile des Mannschaftstrainings absolvieren wird.“ Allerdings hat Gündogan unter der Woche ein grippaler Infekt wieder etwas zurückgeworfen. Freiwillig verzichten will Klopp am Wochenende auf Weltmeister Mats Hummels. Der vom Coach bestimmte neue Kapitän des BVB hat als letzter Akteur des Profikaders die Vorbereitung aufgenommen. „Mats braucht noch Training und ist für Leverkusen deshalb kein Thema“, versichert der Trainer, „zumal wir auf seiner Position derzeit überhaupt keine Probleme haben.“ Mit Neven Subotic, Sokratis und Matthias Ginter, die alle derzeit starke Form demonstrieren, hat er die Qual der Wahl. Ob Klopp auch bei Schlussmann Roman Weidenfeller, der zeitgleich mit Hummels die Übungseinheiten aufnahm, Nachholbedarf sieht, lässt er offen. „Meine Wertschätzung gegenüber Roman ist ausreichend bekannt. Er hat bereits große Umfänge trainiert. Ob es reicht, muss man sehen“, sagt Klopp. „Allerdings hat auch Mitch Langerak seine Sache zuletzt sehr gut gemacht.“

Unbeantwortet lässt der Dortmunder Trainer auch die Frage, ob er wie zuletzt im Pokal bei den Stuttgarter Kickers und im Supercup-Finale gegen Bayern München mit zwei Spitzen operieren wird. „Wir haben das nicht nur probiert, sondern auch trainiert und gespielt“, betont Klopp. „Wir richten unser System nach den zur Verfügung stehenden Spielern aus und werden nicht umgekehrt Spieler in ein System zwingen.“ Daher dürfte klar sein, dass die Borussia auch gegen Leverkusen wieder mit Neuzugang Ciro Immobile und dem zuletzt stark auftrumpfenden Pierre-Emerick Aubameyang angreifen wird. Spannender dürfte bei den Dortmundern die Frage nach der Besetzung des Mittelfeldes sein. Mit Sven Bender und Sebastian Kehl für den defensiven Teil sowie Marco Reus, Henrikh Mkhitaryan, Jonas Hoffmann, Kevin Großkreutz und Milos Jojic für die Abteilung Attacke verfügt Klopp trotz der vielen Ausfälle über ein ansprechendes Angebot.

Quelle: wa.de

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