Vertreter für Marcel Schmelzer

Erik Durm fiebert Partie in Marseille entgegen

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Im Hinspiel gegen Marseille (3:0) bereitete Erik Durm bei seinem Debüt in der Königsklasse einen Treffer von Robert Lewandowski vor. 

MARSEILLE - In seinen aktuellen Leistungsdaten der Saison stehen elf Bundesliga- und zwei Champions-League-Einsätze. Erik Durm, der Aufsteiger der Saison beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, fiebert in Marseille wohl der bisher wichtigsten Partie seiner Laufbahn entgegen.

Von Peter Schwennecker

„Einfach geil, alles super, das ist alles wie ein Märchen für mich“, jubelte der 21-Jährige nach seinem Königsklassen-Debüt im Hinspiel gegen die Franzosen, als er sich beim 3:0 auch einen Assistpunkt als Torvorbereiter für Robert Lewandowski sicherte. „Die Champions League ist etwas ganz Besonderes. Wenn man vor dem Spiel die Hymne gespielt wird, das ist ein absoluter Gänsehautfaktor.“

Der als Vertreter für Marcel Schmelzer in die Mannschaft gerückte Ex-Mainzer ist inzwischen zu einer festen Größe im Kader des BVB geworden, sein Markwert auf 1,5 Millionen Euro gestiegen. „Der Junge ist für die Champions League geboren. Es ist der Wahnsinn, was der schon spielt“, lobte Jürgen Klopp den Nachwuchsmann, den die Dortmunder vor eineinhalb Jahren eigentlich als Stürmer für die Drittliga-Mannschaft verpflichtet hatten.

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An Durms positiver Entwicklung ist der Dortmunder Fußball-Lehrer maßgeblich beteiligt. Klopp erkannte im Training Qualitäten, die ihn dazu veranlassten, Durm zum Außenverteidiger umzufunktionieren. Ende der vergangenen Saison führte der Coach ein Vier-Augen-Gespräch mit dem gelernten Angreifer. Das dauerte gut eine Viertelstunde, dann war Durm überzeugt.

„Der Trainer hat mich zunächst gefragt, ob ich mir diese Position überhaupt vorstellen könne. Ich habe ihm geantwortet, dass die Position an sich für mich überhaupt keine Frage sei - Hauptsache, ich darf in der Bundesliga mitmischen“, erzählte der gebürtige Pirmasenser.

Die Lernphase bestätigte Klopp in seiner Erkenntnis, den Jungprofi zur richten Entscheidung überredet zu haben. Inzwischen verkörpert Durm das moderne Außenverteidigerspiel. „Erik wird offensiv immer besser und macht seine Seite zu“, erklärte der Trainer. „Er ist ein außergewöhnliches Talent.“

Nur ein Tor ist ihm bisher noch nicht gelungen. Heute in Marseille kann er beweisen, dass er auch mit Drucksituationen gut umgehen kann. Schließlich möchte auch Erik Durm im Frühjahr des kommenden Jahres noch jene Hymne vor dem Spiel hören, die auch bei gestandenen Profis eine Gänsehaut auslöst – die der Champions League.

Quelle: wa.de

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