Liga-Auftakt gegen Leipzig

BVB-Neustart mit viel Ungewissheit

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Trainer Lucien Favre startet mit dem BVB gegen RB Leipzig in die neue Saison.

Der Neustart beginnt: Borussia Dortmund startet gegen RB Leipzig in die neue Saison. Mit dabei: Viel Neues - und damit viel Ungewissheit.

Dortmund - So schnell lässt sich Lucien Favre nicht aus der Fassung bringen. Der Chefcoach von Borussia Dortmund lächelte und bedankte sich höflich mit einem „Merci“. Adressat dieser Botschaft war sein Sportdirektor Michael Zorc, der sich zu seinem 56. Geburtstag am Samstag nichts weniger wünsche als einen „guten Saisonstart“. Um in Favres Richtung klar zu stellen: „Drei Punkte, Trainer.“

Mit diesem Wunsch wird Zorc nicht alleine sein auf Seiten des BVB. Schließlich wollen sie den von den Klub-Bossen ausgerufenen Neustart nach dem knappen Weiterkommen im DFB-Pokal bei Greuther Fürth (2:1 nach Verlängerung) nicht in den Sand setzen. Dafür gibt es sicher dankbarere Gegner als RB Leipzig, das am Sonntag (18 Uhr/bei uns im Live-Ticker) zu Gast im Dortmunder Stadion ist.

Immerhin: Die große Unsicherheit, die Zorc noch vor der Partie in Fürth hegte, habe sich gelegt. „Ich habe viele gute Elemente gesehen“, meinte der Sportdirektor mit Blick auf den Auftritt der Borussia beim Zweitligisten. „Wir konnten bislang nicht alles, aber sicher mehr als erwartet von dem umsetzen, was wir uns nach der vergangenen Saison vorgestellt haben.“

Der BVB hat noch viel Arbeit vor sich

Klar ist ihm aber auch: Es wartet noch viel Arbeit auf den BVB. Es wird noch eine Weile dauern, bis die Mannschaft den Favre-Fußball zu 100 Prozent verinnerlicht haben wird. Da ist es doppelt ungelegen, dass mit RB ein Gegner kommt, der weitgehend eingespielt ist. Der seit Jahren einen gewissen Stil pflegt. „Leipzig hat eine Mannschaft, die sehr kompakt spielt und sehr hoch und oft presst“, erklärte Favre: „Manchmal ist es fast Mann-gegen-Mann für die Außen-, aber auch für die Innenverteidiger.“

Sein Lösungsansatz dafür: „Wir müssen auch pressen. Und wir müssen aufpassen: Wenn wir angreifen, dürfen wir die Bälle nicht zu einfach verlieren.“ Ein Manko, das beim BVB in den vergangenen Wochen allerdings nicht selten aufgetreten war.

Für eine Truppe wie Leipzig ein gefundenes Fressen. Solle die Borussia in dieser Hinsicht in den wenigen Tagen zwischen Fürth und RB nicht weitere Schritte nach vorne gemacht haben, dürfte es das eine oder andere Mal brenzlig werden für die Schwarz-Gelben.

Kein Kommentar zur Stürmer-Suche

Doch auch die Leipziger, die am Donnerstag noch in der Ukraine bei FK Sorja Luhansk (0:0 im Hinspiel der Playoffs für die Europa League) gefordert waren, stapeln tief. „Dortmund kommt über das Spielerische und den eigenen Ballbesitz. Sie sind nicht leicht zu stoppen, wenn sie in Bewegung sind“, sagte Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick. „Es wird wichtig sein, dass wir sehr kompakt gegen Dortmund spielen. Außerdem müssen wir aus der Bewegung heraus Chancen kreieren, um den BVB so vor Probleme zu stellen.“

Dabei wird ihm nicht entgangen sein, dass die Borussia noch in der Findungsphase ist und selbst noch einige Schwierigkeiten hat – auch im Spielaufbau. Wie weit das Team schon ist? Ungewiss. Klar ist: Der Umbruch ist mit dieser Transfer-Periode noch nicht beendet.

Auch denn nicht, wenn endlich ein echter Stürmer kommt. Der BVB wird wohl Paco Alcácer für ein Jahr vom FC Barcelona ausleihen – inklusive Kaufoption für den 24-Jährigen. Kommentieren wollte Zorc den Stand der Angreifer-Suche jedenfalls nicht. Grübelte nur, ob er derartige Fragen nach der Schließung des Transferfensters vermissen würde. Doch vermutlich dürfte auch das einer seiner Wünsche zu seinem Geburtstag sein.

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Quelle: wa.de

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