Über 70.000 Zuschauer

"Pure Liebe": Weidenfeller nimmt emotional Abschied

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Roman Weidenfeller nahm vor über 70.000 Zuschauern Abschied.

Roman Weidenfeller beendet seine Karriere mit einem emotionalen Abschiedsspiel. Über 70.000 Zuschauer und alte Weggefährten erwiesen dem langjährigen Keeper von Borussia Dortmund die Ehre.  

Dortmund - Deutlicher kann jemand seine Zuneigung zu einem Klub nicht demonstrieren. Als Roman Weidenfeller seine erste Ehrenrunde vor 70109 Zuschauern in seinem Stadion gedreht hatte, kletterte er auf den Zaun vor der Südtribüne und stimmte beim Song „Wir sind alle Dortmunder Jungs“ mit ein.

Die langjährige Nummer eins von Borussia Dortmund nahm auf bewegende Art und Weise Abschied. „Das ist echte Liebe, das ist sogar pure Liebe“, sagte der 38-Jährige: „Emotion pur – das ist das, was ich hier 16 Jahre lang Tag für Tag erleben durfte.“

Was die Anhänger mit Sprechchören und Ähnlichem unter Beweis stellten. „So einen Abschluss zu haben mit über 70000 Leuten, die deinen Namen so laut brüllen wie sonst wahrscheinlich nie wieder, ist sehr, sehr schön“, meinte Jürgen Klopp, von 2008 bis 2015 Trainer des BVB und am Freitag Coach der BVB-Allstars, die die Partie gegen „Roman & Friends“ mit 4:1 gewannen.

"Wir hatten uns öfter in der Wolle"

Auch dank Weidenfeller. dem Publikumslieblinge wie Neven Subotic, Jan Koller – in der Endphase wie einst in der Liga im Dortmunder Tor – oder Marcio Amoroso die Ehre erwiesen. „Wer alles hierher gekommen ist, zeigt, was er in den Jahren geleistet hat. Roman war mit seiner ehrgeizigen Art sehr, sehr wichtig“, meinte Marcel Schmelzer.

Tschüss, Roman! Weidenfeller feiert Abschied vom BVB

Dass es nicht immer einfach mit dem Schlussmann gewesen sei, ließ Ur-Borusse Kevin Großkreutz durchblicken, der wegen einer leichten Verletzung nicht auflaufen konnte: „Auf dem Platz hatten wir uns öfter in der Wolle. Aus der Kabine packe ich nichts aus. Aber wir haben einige Späße zusammen gemacht. 16 Jahre für einen Verein, das ist fast einmalig im Profigeschäft. Roman hat immer alles gegeben, auch in schlechten Zeiten.“

Elfer-Killer Weidenfeller

So auch in seinem Abschiedsspiel, in dem es ihm einige Male gelang, sich auszuzeichnen. An den Gegentoren von Alex Frei (3.) und Mohamed Zidan (37.) – Lukas Podolski hatte zwischenzeitlich für das Team „Roman & Friends“ ausgeglichen – war der Keeper machtlos. Das Grinsen konnte er sich nicht verkneifen, als er – im zweiten Abschnitt für die Allstars – einen Elfmeter von Podolski. parierte, den der Ur-Kölner absichtlich schwach ins rechte Eck schoss.

Weidenfeller

Anschließend hielt er einen weiteren Strafstoß seines Kumpels Philipp, „bei dem ich nicht gedacht hätte, dass er so in den Winkel ansetzte“, erklärte Weidenfeller, der am Ende noch Torjäger-Qualitäten zeigte – erst aus dem Spiel heraus, als der Schiedsrichter-Assistent gütiger Weise die Abseits-Position übersah, sowie in der Schlussminute per Elfer. Für Weidenfeller war es das, was es werden sollte: ein „grandios Abschied“.

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Quelle: wa.de

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