Sieben Punkte Rückstand

Zorc hakt deutsche Meisterschaft ab: "Gut, aber nicht gut genug"

Borussia Dortmund unterliegt dem FC Bayern im Bundesliga-Topspiel. Die deutsche Meisterschaft ist für BVB-Sportdirektor Michael Zorc entschieden.

  • Borussia Dortmund unterliegt dem FC Bayern im Bundesliga-Topspiel mit 0:1.
  • Ist die Meisterschaft entschieden? Die Stimmen nach BVB vs. FCB: Das sagen Favre, Hummels und Can.
  • BVB-Sportdirektor Michael Zorc hakt den Titel ab - und nennt Gründe.

Update vom 28. Mai, 11.34 Uhr: So wirklich ins Schwitzen kam der deutsche Rekordmeister am Dienstagabend bei Borussia Dortmund nicht. Es war ein ausgeglichenes Top-Spiel mit wenigen Torraumszenen - mit dem besseren Ende für den FC Bayern, der nun auf sieben Zähler an der Spitze davon zog. Für BVB-Sportdirektor Michael Zorc ist der Kampf um die deutsche Meisterschaft damit entschieden.

Name:

Michael Zorc

Geboren:

25. August 1962 (Alter 57 Jahre) in Dortmund

Größe:

1,83 Meter

Funktion:

Sportdirektor von Borussia Dortmund

"Es war ein enges Spiel, in dem wir zwar gut, aber nicht gut genug waren, um die Bayern in der Verfassung, in der sie gerade sind, zu schlagen", so Zorc im Kicker. "Dazu benötigt man eine außerordentliche Leistung, die fehlte uns", fügte Zorc an. Bis auf Erling Haalands Schuss, der im letzten Moment von Jerome Boateng per Ellbogen abgewehrt wurde, strahlte die Borussia kaum Torgefahr aus. Dennoch gab es wegen eben dieser Szene reichlich Gesprächsstoff, besonders bei BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Mit sieben Punkten Rückstand geht es für den BVB nun einzig und allein um die direkte Qualifikation für die Champions-League. "Für Platz eins wird es jetzt nicht mehr reichen, darüber darf man sich auch zwei Tage ärgern.", sagte Zorc. Der Vorsprung von Borussia Dortmund auf Rang fünf beträgt gerade einmal fünf Zähler. "Fünf Teams kommen für vier Plätze infrage – da müssen wir schon noch ein paar Spiele gewinnen", nimmt Zorc seine Mannschaft in die Pflicht.

Die Stimmen nach BVB vs. FCB: Das sagen Favre, Hummels und Can

Dortmund - Es war wohl die letzte Chance auf einen Titel in der laufenden Saison für Borussia Dortmund. Ein Sieg im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern hätte den BVB um einen Punkt an den Spitzenreiter heran gebracht. Aus vier Zählern Rückstand wurden allerdings sieben - weil derFC Bayern nicht unbedingt die bessere Mannschaft am Dienstag im Dortmunder Signal-Iduna-Park war. Sondern eben um den einen Treffer konsequenter. Eben jene Konsequenz, die im Meisterschaftskampf den Unterschied ausmacht.

Aus im DFB-Pokal. Aus in der Champions League. Und nun wohl auch das Aus im deutschen Titelkampf. Viel vorwerfen konnten sich Mats Hummels, Emre Can und Co. nach der Partie am Dienstagabend nicht. "Manchmal werden solche Spiele eben von genialen Momenten entschieden. Das war heute der Fall", fasste BVB-Abwehrchef Hummels die zuvor erlebten 90 Minuten treffend zusammen.

BVB vs. FC Bayern: Stimmen zum Spiel - Das sagen Favre, Hummels und Can

Ein Blick von Joshua Kimmich, ein Lupfer, drin war die Kugel - und damit wohl das Rennen um die  entschieden. "Ich denke, damit sind alle anderen Mannschaften außer die Bayern raus", wurde Hummels nach dem Abpfiff bei Sky deutlich. "Jetzt entscheiden nur noch die Bayern, ob sie es machen oder nicht", fügte der BVB-Verteidiger an. Borussia Dortmund ist auf ein mehrfaches Stolpern der Münchner angewiesen. Bei lediglich sechs Partien und ganzen sieben Punkten Vorsprung beinahe ein Ding der Unmöglichkeit.

Zwar habe Hummels die Hoffnung auf den Titel mit dem BVB noch nicht aufgegeben. Diese jedoch besteht nur noch aus einem Fünkchen. "Wir sind sieben Punkte hinten. Wir können jetzt nichts anderes machen als versuchen, unsere Spiele zu gewinnen. Aber wir müssen gleichzeitig auf noch drei Ausrutscher in sechs Spielen hoffen", rechnete Hummels vor. 

BVB im Meisterkampf: Emre Can und Lucien Favre sind realistisch

Alleine steht Hummels mit seiner Einschätzung nicht, schon gar nicht im Lager des BVB. Realismus walten lassen statt träumen. Auch bei Emre Can. "Ich glaube, wir müssen realistisch sein. Bayern ist sieben Punkte vor uns", so der Mittelfeld-Akteur, der im Winter auch verpflichtet wurde, um mit dem BVB Titel zu gewinnen. "Wenn nichts passiert, wird Bayern leider Meister", fügte Can an.

Zwar hatte BVB-Trainer Lucien Favre ein gutes Spiel gegen den FC Bayern gesehen, bei dem seine Mannschaft "mindestens ein Unentschieden verdient" gehabt hätte. Den Meisterkampf legte der Schweizer dennoch ad acta. "Es wird sehr, sehr schwer. Sieben Punkte, sechs Spiele. Es wird brutal schwer", so Favre, der seinen Abgang im Sommer andeutete. Für Favre und Borussia Dortmund wird es nun darum gehen, so viele Punkte wie möglich einzufahren. Schließlich gilt es nun, Platz zwei vor RB Leipzig und Co. zu verteidigen.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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