Jürgen Klopp: "Ich stehe sicher nicht im Weg"

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BVB-Trainer Jürgen Klopp.

DORTMUND - Nach der 0:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt rutscht Borussia Dortmund immer tiefer in die Krise. Nach der achten Pleite in der Liga und dem letzten Tabellenplatz stellt sich BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Spiel in einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Frage: "Herr Klopp, nach dem 0:2 bei Eintracht Frankfurt steht Borussia Dortmund auf dem letzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Jürgen Klopp: "In unserer Situation war es die denkbar ungünstigste Spiel-Entwicklung mit einem frühen Nackenschlag. Das Spiel passt insgesamt in unser Kuriositätenkabinett. Der Gegner muss wenig tun, um noch ein Tor zu machen. Wir machen viel für nichts. Das ist die Situation."

Frage:"Was sind die größten Probleme, die sie ausgemacht haben?"

Klopp: "Wir holen uns die Sicherheit nicht. Wir kommen eigentlich ordentlich rein, vergeben dann große Chancen. Das geht nicht spurlos an den Jungs vorbei. Dass der erste Schuss des Gegners drin ist, ist dagegen nicht zu erklären. Und schon nimmt das Ding wieder Fahrt auf. Das zu durchbrechen, ist eine große Herausforderung, vor der wir stehen."

Frage: "Wie wollen Sie diese Herausforderung meistern?"

Klopp: "Wir müssen die Situation durchbrechen. Es geht darum, in unseren Momenten konsequenter zu sein und das Spiel in die richtige Richtung zu drehen. Es ist unwichtig, wie gut du kicken kannst, wenn es dir so ins Gebälk haut, wie hier durch das frühe 0:1. Wir haben das gut, aber nicht gut genug gemacht. Ich kann mich jetzt nicht hinstellen und sagen, dass wir die Sterne vom Himmel gespielt und nur Pech gehabt haben."

Frage: "Erstmals gab es Pfiffe und Unmutsbekundungen durch die Fans. Wie bewerten Sie das?"

Klopp: "Es war klar, dass das passieren würde. Wir machen es den Fans nicht leicht. Sie haben gepfiffen, das ist nachvollziehbar."

Frage: "Ist ein Rücktritt eine Option für Sie?"

Klopp: "Ich habe hier die Verantwortung und solange keiner kommt und sagt, wir haben jemanden, der es besser macht, kann ich doch nicht gehen. Es gibt sicher keine Tendenzen dazu. Ich stehe sicher nicht im Weg. Aber ich kann auch nicht gehen, solange es keine bessere Lösung gibt. Die Verantwortung, die ich verspüre, ist groß. Der stelle ich mich. Wenn das andere nicht mehr machen wollen, kann ich nichts daran ändern. Doch wenn es nur am Glück hängt und ein Trainerwechsel das Glück zurückbringt, dann soll mich jemand anrufen und mir eine Garantie geben. Dann mache ich den Weg frei. Aber so leicht ist es nicht." - SID

Quelle: wa.de

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