Klopp sieht positiven Trend für seine Mannschaft

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Jürgen Klopp

DORTMUND - Die schwache Vorstellung in der Champions League bei Arsenal London (0:2) will Jürgen Klopp schnell abhaken. Deshalb erinnert der Trainer des BV Borussia Dortmund lieber an die beiden letzten Bundesliga-Auftritte der Schwarz-Gelben, die immerhin mit dem 1:0 gegen Mönchengladbach und dem 2:2 in Paderborn vier Punkte einbrachten.

Von Peter Schwennecker

„Die Entwicklung ist positiv“, beteuert der 47-jährige Trainer. „Zuvor mussten wir die Auftritte in der Champions League aus der Wertung nehmen, weil sie zu positiv waren. Jetzt sollten wir das Arsenal-Spiel vergessen und uns auf die Bundesliga konzentrieren.“

Dabei ist sich Klopp der schwere der Aufgabe bewusst. Nach dem überzeugenden Auswärtssieg in Mönchengladbach (3:1) erwartet die Frankfurter Eintracht den BVB am Sonntag um 17.30 Uhr mit breiter Brust. „Bis vor zwei Wochen wurde die Eintracht nicht gerade positiv besprochen“, sagt Klopp. „Aber nach dem Auftritt in Gladbach werden die Frankfurter nicht wahnsinnig verunsichert sein. Das müssen wir mit unserem Spiel provozieren.“

Trotz des drittletzten Platzes in der Bundesliga sieht der BVB-Coach derzeit einen deutlichen Aufwärtstrend, auch was die körperliche Verfassung seiner Mannschaft angeht. „In der Bundesliga waren wir zuletzt relativ stabil. Daran müssen wir jetzt anknüpfen“, erklärt der Fußball-Lehrer, der auch dafür Erklärungen findet, dass seine Mannschaft, wie zuletzt in Paderborn, vor allem in der Schlussphase der Begegnungen viele Treffer kassierte. Das sei laut Trainer aber keine Frage der Kondition. „Wenn du das Ergebnis drehen willst, ist es nicht ungewöhnlich, dass du am Ende für den einen oder anderen Konter offen bist“, betont Klopp. „Läuferisch haben wir keine Probleme. Wir hatten diese Phase. Wir müssen die Jungs nach und nach in den Zustand versetzen, der unseren Fußball auch zulässt. Da sind wir auf einem ganz guten Weg, auch wenn man das Mittwoch bei Arsenal nicht gesehen hat.“

Aus London kehrte nur Sven Bender angeschlagen zurück. Er klagt über Beschwerden im Adduktorenbereich. Sollte er heute nicht am Abschlusstraining teilnehmen können, wird er nicht mit nach Frankfurt fahren. Offen ist, ob Mats Hummels in den Kader zurückkehren wird. „Mats ist seit Mittwoch vollkommen schmerzfrei, kann wieder in Fußballschuhen laufen“, bestätigt Klopp. „Wir müssen abwarten, ob es bis Sonntag reicht.“ Das dürfte bei Jakub Blaszczykowski, der am Mittwoch in einem Testspiel der Drittliga-Mannschaft 75 Minuten absolvierte, nicht der Fall sein. „Er war am nächsten Tag komplett kaputt und müde. Um absolut fit zu werden, braucht er noch Zeit“, sagt der Coach.

Der setzt auch in Frankfurt auf die Unterstützung der Fans. Derzeit gibt es im Umfeld hitzige Diskussionen darüber, ob die Dortmunder Anhänger angesichts der enttäuschenden sportlichen Bilanz zu sanft mit den Profis umgehen. „Wir gehen sehr selbstkritisch mit der Situation um und haben Verständnis für die Unzufriedenheit“, versichert Klopp. „Doch wir haben die große Chance, zu zeigen, dass man auch in solchen Momenten keinen Keil zwischen uns und den Fans treiben kann. Pfiffe waren noch nie eine Hilfestellung“, meint der Trainer. „Entscheidend ist, dass wir das durch unsere Leistung beeinflussen können. Idealerweise werden wir diese Diskussion am Sonntag mit einem Sieg beenden.“

Quelle: wa.de

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