BVB-Trainer Jürgen Klopp hofft auf Neustart

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BVB-Trainer Jürgen Klopp

DORTMUND - Die 0:1-Heimniederlage in der Bundesliga vor 14 Tagen gegen den Hamburger SV hat Jürgen Klopp als Tiefpunkt bezeichnet. Jetzt hofft der Trainer des BV Borussia Dortmund am Samstag im Auswärtsspiel beim Aufsteiger 1. FC Köln (15.30 Uhr) auf einen Neustart.

Von Peter Schwennecker

Die Voraussetzungen für die angestrebte Klettertour in der Tabelle sind zumindest personell gegeben. Denn bis auf OIiver Kirch, Marcel Schmelzer, Nuri Sahin und Jakub Blaszczykowski stehen am Wochenende alle Spieler des Kaders zur Verfügung. Auch Marco Reus, Henrikh Mkhitaryan und Ilkay Gündogan brennen auf ihr Comeback. Doch der Dortmunder Fußball-Lehrer warnt im Vorfeld vor allzu großen Erwartungen. „In unserer Situation mit deutlich zu wenig Punkten und zuletzt weniger guten Leistungen ist es klar, dass alle darauf hoffen, dass die Jungs mit den klingenden Namen sofort bei 100 sind“, erklärt der Coach. „Ich erwarte von ihnen die 100 Prozent, die gerade möglich sind. Es wird festzustellen sein, was das genau ist. Doch wir dürfen nicht glauben, nur weil andere Namen auf dem Mannschaftsbogen stehen, dass wir automatisch anderen Fußball spielen. Das ist natürlich Quatsch.“

Klopp rechnet damit, dass alle ihre Zeit benötigen werden, um zu alter Stärke zurückzufinden. Was besonders für Ilkay Gündogan gilt, der über ein Jahr nicht mehr in der Bundesliga gespielt hat. „Sie sind wieder da, doch jetzt geht es nur noch darum, dass sie unseren intensiven Fußball auch wieder spielen können. Ich bin sehr optimistisch, dass das in naher Zukunft gelingen wird“, sagt Klopp. Trotz aller Probleme im täglichen Trainingsbetrieb, bedingt durch die vielen Länderspiele in den vergangenen zwei Wochen, habe die Mannschaft durchaus einen Schritt nach vorn gemacht. Was vor allem für Reus, Gündogan und Mkhitaryan, aber auch im besonderen Maße für Sebastian Kehl und Sven Bender gelte, die ihre Blessuren in Ruhe auskurieren konnten. Der BVB-Coach bescheinigt zudem den BVB-Nationalspielern eine positive Entwicklung. Mats Hummels und Erik Durm sind war mit einem leichten grippalen Infekt zurückgekehrt, doch ist ihr Einsatz nicht gefährdet. „Die Länderspiele haben Mats und Erik sehr gut getan“, betont Klopp, „auch wenn sie nicht wahnsinnig erfolgreich waren. Das sah deutlich stabiler aus.“

Shinji Kagawa hat seine leichte Gehirnerschütterung inzwischen auskuriert. Pierre-Emmerick Aubameyang kehrt erst heute von der Länderspielreise mit Gabun zurück, hat aber bereits signalisiert, dass es ihm gut gehe. So verfügt Klopp vor allem im Offensivbereich über zahlreiche Alternativen, um die sportliche Wende in der Bundesliga einzuleiten. Bei allem Respekt vor dem Gegner hofft Klopp beim FC auf den dritten Saisonsieg. „Am Samstag geht es darum, wer seine Probleme an diesen Tag am besten lösen kann“, sagt der Trainer. „Es geht nicht darum, die Kölner am Nasenring durch das eigene Stadion zu führen. Überhaupt nicht. Sondern es geht darum, mit aller Konsequenz dort zu punkten.“

Quelle: wa.de

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