Der beste Start der BVB-Vereinsgeschichte

+
Dortmunds Marco Reus (links) und Pierre-Emerick Aubameyang feiern bei Spielschluss.

DORTMUND - Die ruhigeren Phasen im Dortmunder Fußballstadion sind ganz angenehm. Selbst am Samstag war es manchmal so leise, dass ein aufkommendes Staunen akustisch wahrzunehmen war. Es glich einem langgezogenen „O“...

Von Marcus Bark

Zu hören war dieses "Oooooooooo..." meistens dann, wenn Pierre-Emerick Aubameyang zum Sprint ansetzte. Der Fußballer aus Gabun ist extrem schnell. Das ist bekannt, spätestens seitdem die Geschichte über ihn kursiert, dass er auf den ersten 30 Metern sogar eine Chance gegen Usain Bolt habe. Trotzdem staunen die Zuschauer noch immer, und am Samstag kamen sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Aubameyang fand beim 6:2 (2:1)-Sieg von Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV noch drei Mitstreiter, die mit Tempofußball beeindruckten und aus dem Spiel ein kleines Spektakel machten, dass selbst Jürgen Klopp „angst und bange“ wurde. Der Trainer lobte damit das schnelle Umschalten seiner vier Offensivkräfte, die auch für die Tore sorgten.

Es gehört zu den Kuriositäten der Partie, dass René Adler bei den beiden Toren von Aubameyang (19., 65. Minute) Fehler machte. Ansonsten hielt der Hamburger Torwart überragend und bewahrte seine Mannschaft vor einer zweistelligen Niederlage. Die weitere Kuriosität des Spiels war, dass der taktisch und spielerisch desolate HSV durch Treffer von Zhi Gin Lam (26.) und Heiko Westermann (49.) einen 0:2-Rückstand ausglich.

Bilder vom Spiel:

BVB schlägt den HSV mit 6:2

„Solche Zwischenstände haben nur an schlechten Tagen Relevanz“, sagte Klopp. Einen schwächeren Tag erwischte beim BVB dieses Mal nur Neven Subotic. Da der Innenverteidiger zudem einen Schlag auf den Fuß abbekommen hatte, wurde er nach der Pause ausgewechselt. Subotic dürfte aber am Mittwoch wieder bereit sein, wenn die Dortmunder im ersten Spiel der Champions League beim SSC Neapel antreten.

Nach fünf Siegen aus fünf Spielen und damit dem besten Bundesligastart der Vereinsgeschichte fliegt der BVB mit dem Wissen nach Süditalien, über eine der schnellsten Offensivabteilungen in Europa zu verfügen, die sich immer besser findet. Henrikh Mkhitaryan spielte am Samstag in zentraler Position des Mittelfeldes, als sei er schon viel länger als ein paar Monate in Dortmund. Der Armenier schoss seinen dritten Saisontreffer (22.). Er reiht sich damit in der internen Liste hinter Aubameyang (5) und Robert Lewandowski ein, der gegen den HSV zwei Tore erzielte (73., 81.).

Auf insgesamt zwei Treffer kommt Marco Reus. Der Nationalspieler düpierte am Samstag bei seinem Tor zum 5:2 (74.) Dennis Diekmeier mit einem Beinschuss. Es war eine der vielen herausragenden Aktionen von Reus, der zuvor einige der vielen guten Möglichkeiten des BVB vergeben hatte. Daher wurde auch mehr über seinen Beitrag zum 4:2 gesprochen, als er eine Flanke selbstlos für Lewandowski passieren ließ.

„Wer vorher solche Chancen vergibt, haut normalerweise drauf. Wer den Ball dann so durchlässt, kommt in den Himmel“, lobte Klopp seinen Flügelspieler, der gewohnt zurückhaltend „eigentlich gar nicht über mich reden“ wollte. Immerhin ließ er sich entlocken: „Mein Rhythmus kommt langsam.“ Seine Sprints mit dem Ball am Fuß wären viele langgezogene „O“ wert gewesen. Reus vermittelte schließlich sogar den Eindruck, als könne er mit Aubameyang auf den ersten 30 Metern mithalten.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare