Champions League

Bitterer Abend für BVB bei 0:3 gegen Juventus

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DORTMUND - Es sollte ein großer Champions-League-Abend werden – es wurde ein bitterer. Nach einer in der Offensive abermals enttäuschenden Darbietung verlor Borussia Dortmund das Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin mit 0:3 (0:1) und schied nach dem 1:2 im ersten Duell deutlich aus. 

Von Frank Heidenreich

Es dürfte eine längere Königsklassen-Abstinenz für die Schwarz-Gelben werden. Denn in der Bundesliga trennen den BVB derzeit zwölf Zähler von Champions-League-Qualifikationsplatz vier. 

Trainer Jürgen Klopp hatte die Startelf im Vergleich zur mauen Nullnummer gegen Köln erwartungsgemäß verändert. Sokratis rückte anstelle von Oliver Kirch in die Viererkette, um die Kreise von Juves allerdings früh (27.) verletzungsbedingt ausgewechseltem französischen Mittelfeldstar Paul Pogba einzuengen.

Sven Bender agierte statt Sebastian Kehl als zweiter „Sechser“ neben Ilkay Gündogan. Im offensiven Mittelfeld kam Kevin Kampl zum Zuge, Shinji Kagawa musste auf der Bank Platz nehmen.

Eine „spezielle Atmosphäre“ hatte sich Klopp gewünscht – und bekam sie schon vor dem Anpfiff. Die Südtribüne bildete eine riesige 97 in Erinnerung an den Champions-League-Finalsieg gegen Juve vor 18 Jahren. Ein überdimensionales Plakat mit den damaligen Protagonisten Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle und Trainer Ottmar Hitzfeld sollte als weiterer Mutmacher dienen.

Entsprechend engagiert begann der BVB – und hatte die Rechnung ohne die italienischen Stimmungstöter gemacht. Ganze drei Minuten war die Begegnung alt, als Carlos Tévez unbedrängt aus 22 Metern Maß nehmen durfte und der Ball im Tor einschlug – ein Treffer, bei dem auch Torwart Roman Weidenfeller keine glückliche Figur machte.

Es war ein albtraumhafter Auftakt für die Schwarz-Gelben. Immerhin: Nach einem weiteren Warnschuss Juves durch Stephan Lichtsteiner (15.) fand die Offensive des souveränen Tabellenführers der italienischen Serie A bis zum Seitenwechsel auch praktisch nicht mehr statt.

Die Borussen bestimmten zwar in der Folge das Geschehen, hatten deutlich mehr Ballbesitz, hatten aber keine Mittel, um die gut organisierte Defensive der Turiner zu knacken.

Den Offensivaktionen der Gastgeber mangelte es bei allem Einsatz einmal mehr an Struktur, an zündenden Ideen, an Präzision und an Durchschlagskraft. Allenfalls ein langer Ball auf Marco Reus, bei dem Juves Schlussmann Gianluigi Buffon aufmerksam war (36.), sorgte ansatzweise für Gefahr.

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BVB verliert 0:3 gegen Juventus Turin 

Fast wären die Gastgeber auch zu Beginn des zweiten Durchgangs kalt erwischt worden, als sie dem Umschaltspiel der Turiner nicht entschlossen genug begegneten. Doch Weidenfeller war gegen die jeweils frei vor ihm auftauchenden Alvaro Morata (50.) und Tévez (56.) auf dem Posten.

Juve war darauf aus, die Partie zu entscheiden. Was Morata schließlich gelang, als er nach Vorarbeit von Tévez den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste.

Klopp hatte zuvor bereits reagiert und mit der Einwechselung von Adrian Ramos sowie Jakub Blaszczykowski das Risiko erhöht. Doch die Borussen waren auch dann wie schon davor in der Offensive zu harmlos. Wirklich ins Wanken gerieten die cleveren Italiener aber gegen immer wenniger an sich glaubende Dortmunder nie. Sie machten den Abend stattdessen mit dem 0:3 durch Tévez (79.) noch richtig bitter für den BVB.

Quelle: wa.de

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