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Beim BVB herrscht auch in 2018 weiter Chaos

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Von: Peter Schwennecker

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BVB-Manger Michael Zorc (vorne) und Trainer Peter Stöger befinden sich in stürmischen Zeiten.
BVB-Manger Michael Zorc (vorne) und Trainer Peter Stöger befinden sich in stürmischen Zeiten. © picture alliance / Guido Kirchner

Neues Jahr - alte Unruhe: Das gilt aktuell für Borussia Dortmund. Unterdessen hat sich BVB-Trainer Peter Stöger zur Situation rund um den suspendierten Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang geäußert.

Dortmund - Auch im neuen Jahr scheint der BV Borussia Dortmund einfach nicht zur Ruhe zu kommen. Dass die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten gestern vor 80600 Zuschauern im ersten Heimspiel mit dem 0:0 gegen den VfL Wolfsburg den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasste, war nur eine Randerscheinung. Für neuen Zündstoff sorgte die erneute Suspendierung von Pierre-Emerick Aubameyang, der bereits zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren wegen Undiszipliniertheiten bei einem Pflichtspiel zusehen musste.

„Wir hatten eine sehr wichtige Mannschaftssitzung, an der alle Spieler teilgenommen haben. Dieser ist er ferngeblieben“, begründete Trainer Peter Stöger seine Maßnahme. „Da hatte ich die Einschätzung, dass er nicht so ganz fokussiert ist. Deshalb habe ich Konsequenzen gezogen. Wenn er nicht dabei sein will, dann spielt eben ein anderer.“

Teambesprechung ohne Aubameyang

Die Teambesprechung fand bereits am Samstag nach der Abschlussübungseinheit im Trainingszentrum in Brackel statt. Aubameyang hatte das Gelände vorzeitig verlassen. BVB-Schlussmann Roman Bürki bezeichnete die Suspendierung als logische Entscheidung. „Jeder Mannschaft hat Regeln, die eingehalten werden müssen.“ Stöger ließ aber auch eine Tür für den Gabuner geöffnet. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht nachtragend bin“, erklärte der Coach. „Er kann sich nächste Woche wieder für die Mannschaft qualifizieren.

Doch ob er dann noch in Dortmund sein wird, erscheint zumindest seit Sonntagabend mehr als fraglich zu sein. Denn der 28-Jährige fühlte sich zuvor auch durch die Aussage eines Redakteurs des Kicker-Sportmagazins offenbar rassistisch beleidigt. 

Der hatte behauptet, dass ein Verein wie der FC Bayern München solch ein Affentheater, was Aubameyang in Dortmund veranstaltet, nicht durchgehen lassen würde. Inzwischen erklärte das Sportmagazin, dass es keine Absicht war, den Spieler oder Menschen Aubameyang in irgendeiner Form zu beleidigen oder zu diskriminieren. Was Vater Pierre Aubameyang aber nicht akzeptierte. „Ich denke, dass der kleine Affe und seine Familie hier verschwinden müssen“, postete er auf Instagram.

Zorc: Das Maß ist voll

Fraglich ist, ob es den Dortmunder Verantwortlichen gelingen wird, die Wogen zu glätten. Sowohl Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke als auch Sportdirektor Michael Zorc hatten sich zuletzt trotz der Eskapaden immer wieder schützend vor den Torjäger, der in der Hinrunde in den Pflichtspielen 19mal traf, gestellt. 

„Wir dürfen bei allen Ecken und Kanten – von mir aus auch Extravaganzen – eines nicht vergessen: dass Pierre-Emerick Aubameyang ein totaler Profi ist“, hatte Watzke noch im Trainingslager in Marbella der „Welt“ erklärt. „Wir müssen auch einmal ein bisschen die Mentalitäten anderer Länder berücksichtigen.“ Zorc betonte gestern nach dem Spiel, dass inzwischen das Maß aber voll sei: „Was jetzt abgeht, ist von unserer Seite nicht zu tolerieren. Wir werden das auch monetär sanktionieren.“ Dennoch geht der Sportdirektor davon aus, dass Aubameyang heute wieder zum Training erscheint.

Sportlich gesehen war die Suspendierung des Torjägers im Spiel gegen die Wolfsburger auf jeden Fall ein Verlust. Denn der Borussia fehlte ein „Knipser“. Vor allem Andrej Yarmolenko ließ gleich drei Riesenmöglichkeiten ungenutzt.

Bürki glänzt gegen Wolfsburg

Der 17-jährige Jadon Sancho und der 18-jährige Alexander Isak, die erstmals in der Bundesliga in der Startelf standen, hatten jeweils Pech mit Pfostentreffern. Auf der anderen Seite musste allerdings auch Dortmunds Schlussmann Roman Bürki einige Male glänzend reagieren. Deshalb war das Ergebnis am Ende aus Sicht der Wolfsburger, die bereits zum elften Mal unentschieden spielten, durchaus gerecht.

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