Der BVB bangt weiter um Lucas Barrios

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Lucas Barrios ▪

JEREZ ▪ „Wir sind genau an dem Punkt, an dem wir sein wollten“, erklärte Jürgen Klopp. Das Fazit des Trainers von Borussia Dortmund fiel nach dem sechstägigen Trainingslager in Jerez de la Frontera zwar positiv aus, dennoch trat der Bundesliga-Herbstmeister die Rückreise, die den BVB über Basel führte, wo heute beim das letzte Testspiel absolviert und mit 4:0 gewonnen wurde, mit einigen Fragezeichen im Gepäck an.

Sorge Nummer eins von Klopp bleibt der Fitnesszustand von Torjäger Lucas Barrios. Der Argentinier war nach seiner rätselhaften Viruserkrankung einen Tag später in Andalusien eingetroffen, aber so geschwächt, dass er auf der Anlage des Hotels Montecastillo nicht eine echte Trainingseinheit mit der Mannschaft absolvieren konnte. „Ob er in Leverkusen dabei sein wird, kann man derzeit nicht sagen“, erklärte Klopp. „Wir brauchen Lucas nicht nur für das Spiel in Leverkusen, sondern für die gesamte Rückrunde.“ Um im Wettlauf gegen die Uhr keine Zeit zu verlieren, flog Barrios nicht mit zum Spiel nach Basel, sondern direkt zurück nach Dortmund, wo er heute Morgen erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren soll. „Wir haben fünf Tage Zeit und müssen sehen, inwieweit Lucas den Rückstand aufholen kann“, meinte der Dortmunder Fußball-Lehrer.

Noch nicht entschieden ist auch, wer in den ersten drei Spielen der Rückrunde die Position hinter der Spitze für Shinji Kagawa einnehmen wird. Der Japaner hält sich derzeit bei den Asienmeisterschaften in Katar auf. Mit Robert Lewandowski, Mario Götze und Mohamed Zidan sieht Klopp nach dem Trainingslager nur drei Kandidaten für diese Schlüsselrolle. Tamasz Hajnal ist wohl endgültig durch das Sieb gefallen, so sehr sich der Ungar im Trainingslager auch bemühte. Dem Ägypter Zidan fehlen nach seinem Kreuzbandriss Spielpraxis und Spritzigkeit. „Das ist aber nicht so schlimm“, erklärte Klopp. „Denn in dieser Rolle muss man vieles in erster Linie fußballerisch lösen.“ Lewandowski wird im Angriff auflaufen müssen, wenn Barrios nicht rechtzeitig fit werden sollte.

Favorit scheint derzeit daher eindeutig Mario Götze zu sein, der inzwischen seinen Muskelfaserriss auskuriert hat. Die Außenbahnen dürften dann im Mittelfeld Kevin Großkreutz (links) und Jakub Blaszczykowski einnehmen. Alle anderen Plätze in der Startelf für den Rückrundenauftakt in Leverkusen am Freitag (20.30 Uhr) sind bei der Borussia ohnehin fest vergeben.

Mannschaft und Trainer des Herbstmeisters sind jedenfalls heiß auf die Rückrunde, in der es laut Klopp vor allem darum gehen wird, guten Fußball zu spielen. Dann werde sich der Erfolg von allein einstellen. Dass überall Gefahren lauern, weiß der Trainer. „Wir müssen auf jeden Gegner aufpassen“, sagte der Coach. „Wir müssen aber auch aufpassen, dass wir an unserer Herangehensweise, also an der Art, Fußball zu spielen, nichts ändern. Wenn wir das hinkriegen, dann können wir auch so erfolgreich sein wie in der Hinrunde.“

Eine klare Kampfansage an die Konkurrenz, denn freiwillig werden die Dortmunder ihren Platz an der Sonne keineswegs räumen. Nachlässigkeiten wird Klopp nicht zulassen. Zumal der Konkurrenzkampf beim Spitzenreiter immer größer wird.

PETER SCHWENNECKER

Quelle: wa.de

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