Montag gegen Augsburg

Angekündigter Boykott überschattet BVB-Heimspiel gegen Augsburg

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Die Südtribüne droht am Montagabend zumindest teilweise leer zu bleiben.

Die erwarteten Proteste stehen beim Montagsspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg über dem sportlichen Aspekt. Die Verantwortlichen haben Verständnis.

Dortmund - Kurz zum Sportlichen: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund benötigt am Montagabend (20.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) drei Punkte gegen „robuste“ (BVB-Trainer Peter Stöger) Augsburger, um die gute Ausgangslage im Rennen um die Champions-League-Plätze zu bewahren.

Doch Gesprächsthema Nummer eins ist das aktuell nicht an der Strobelallee. Denn das erste regulär angesetzte Montagsspiel des BVB wird von Protesten überschattet. Das Fanbündnis „Südtribüne Dortmund“, in dem sich die Ultragruppierungen The Unity, Desperados und Jubos sowie viele organisierte Anhängerschaften zusammengeschlossen haben, hat zu einem Boykott aufgerufen.

Mehr als 350 Fanclubs haben das Schreiben unterzeichnet und wollen dem Spiel fernbleiben. Das könnte sichtbare Spuren hinterlassen. Vor allem die Südtribüne wird wohl große Lücken aufweisen. Statt der gelben Wand droht eine graue. Ein starkes Zeichen, denn normalerweise pressen sich hier knapp 25 000 leidenschaftliche Fans auf die Stehränge.

Prominente Unterstützung

Die Gründe für den Fan-Protest: Die Zersplitterung des Kernspieltags am Wochenende, lange Anfahrtswege unter der Woche und Profitstreben der Vereine. Bereits die Anhänger von Eintracht Frankfurt hatten am vergangenen Montag mit lautstarkem Pfeifen, Spruchbändern und Protestgesängen ihre Ablehnung kund getan.

Prominente Unterstützung erhalten die Dortmunder Anhänger von einem ehemaligen Spieler. Kevin Großkreutz, der vor seiner Profikarriere selbst auf der „Süd“ gestanden hatte, tat im sozialen Netzwerk „Instagram“ kund: „Zeichen setzen, zuhause bleiben und die Karten verfallen lassen“, so der gebürtige Dortmunder, der aktuell beim Zweitligisten SV Darmstadt 98 unter Vertrag steht. „Die Fans werden dabei total vergessen. Unser Fußball darf nicht verloren gehen. Die Fans sind der Fußball. Ich als Spieler stehe voll hinter der Aktion. Es geht nur zusammen.“

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke meinte zu dem geplanten Fernbleiben vieler Fans: „Wir haben Respekt vor denen, die eine andere Meinung haben. Wir akzeptieren es, wenn sie demonstrieren und es in einer angemessenen Form ist.“

"Sportlich hilft es uns"

Coach Stöger kennt die Montagspartien noch aus seiner Zweitligazeit beim 1. FC Köln. „Sie wurden in Köln gut angenommen“, so der BVB-Coach, der aber auch einschränkte: „Ich habe aber Verständnis, dass das vielleicht nicht die Lieblingsspiele von einigen sind. Doch es sind nur wenige“, meinte der Österreicher mit Blick auf die fünf Begegnungen, die laut aktuellem TV-Vertrag vereinbart sind. Stöger führte vor allem physische Gründe an, die für den neuen Termin sprechen: „Aus der Erholungswarte bin ich froh, dass wir am Montag spielen.“

Kein Wunder, denn nach der Europa-League-Partie am Donnerstag bei Atalanta Bergamo (1:1) machte sich der schwarz-gelbe Tross sofort auf den Rückweg. Doch allzu entspannte Flughafenmitarbeiter, die sich beim Gepäckverladen und Enteisen des Flugzeugs enorm viel Zeit gelassen hatten, sorgten für eine rund einstündige Verspätung beim Abflug. Auch Watzke sagte deshalb: „Sportlich gesehen hilft es uns, weil wir einen Tag mehr für die Regeneration haben.“

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Quelle: wa.de

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