146. Revierderby

BVB kämpft gegen schlechte Erinnerungen

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Unter Erzfeinden stellt man sich gern mal ein Beinchen: Schalkes Marco Höger und Dortmunds Neven Subotic duellieren sich im Hinspiel.

DORTMUND - Es gibt Begegnungen, an die sich Jürgen Klopp nur ungern erinnert. Dazu gehört zweifellos das Hinspiel der Borussen beim FC Schalke 04, das der BVB Ende September mit 1:2 verlor und damit seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga einleitete.

Von Peter Schwennecker

„Damals dachten wir noch, wir könnten keine größeren Probleme kriegen als eine Derby-Niederlage. Das war leider ein Trugschluss, die Probleme wurden nicht geringer“, blickt der Coach zurück. Der Pleite im Revierschlager folgten vier weitere Niederlagen im deutschen Fußball-Oberhaus, die die Schwarz-Gelben in den Tabellenkeller führten.

Torchancen sind gegen Schalke Mangelware

Nach drei Siegen in Serie sind die Dortmunder wieder auf einem guten Weg in gemütlichere Regionen. Ein Erfolg am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen die Königsblauen würde laut Klopp „alles in die richtigen Bahnen lenken. Ein unheimlich wichtiges Spiel, auch vom Zeitpunkt her, weil wir mit einem Sieg gegen Schalke noch einen weiteren Schritt machen können. Dementsprechend werden wir uns darauf einlassen.“

Der 47-Jährige stellt seine Mannschaft im Vorfeld auf einen Gegner ein, an dem sich die Borussia die Zähne ausbeißen könnte. „Schalke hat sich auf eine Art, Fußball zu spielen, geeinigt. Die ist über 90 Minuten sehr stabil. Sie spielen daheim und auswärts auf Konter“, beschreibt der Dortmunder Coach die Qualitäten der Gäste. Und bei der Analyse der letzten Begegnungen des S04 in Bundesliga und Champions League kommt Klopp zur Erkenntnis, dass die Blau-Weißen dabei nicht viele Chancen zuließen.

Klopp fordert Geduld

„Das ist ihre Art zu spielen. Das Team zieht das voller Überzeugung durch. Mal abgesehen von den drei letzten Begegnungen, ist die Mannschaft zu einer richtigen Ergebnismaschine geworden.“ Der 47-Jährige hat sich schon Gedanken darüber gemacht, wie sein Team das Schalker Abwehrbollwerk überwinden kann. „Gegen eine Mannschaft, die sehr tief verteidigt, wird man nicht Chancen im Sekundentakt haben“, sagt Klopp. „Dazu braucht man Geduld, ohne einzuschlafen. Man muss konsequent bleiben, alles, was sich um den Strafraum abspielt, muss man zum Abschluss bringen.“

Dabei dürfen die Dortmunder aber keineswegs die Abwehrarbeit vernachlässigen. Einschließlich der Partie in der Champions League in Turin kassierten die Borussen in den vergangenen drei Spielen jeweils zwei Gegentore. „Die Probleme sind alle erkannt, und die Fehler haben sich zuletzt wenigstens nicht wiederholt“, betont Klopp. „Wir müssen es schaffen, wieder eine große Stabilität zu bekommen. Es war zuletzt immer noch zu leicht, gegen uns Tore zu erzielen. Das müssen wir schnellstmöglich ändern.“ Die Profis wissen, worum es geht.

Blaszczykowski: "Wichtigstes Spiel der Saison"

„Für uns ist es immer noch ein besonderes Spiel, das wichtigste der ganzen Saison“, meint auch Routinier Jakub Blaszczykowski, der auf der rechten Seite den durch einen Virus geschwächten Kevin Kampl ersetzen könnte. „Ich bin bereit und glücklich über jede Minute, die ich nach meiner langen Leidenszeit spielen darf“, beteuert der Pole, der in der Hinrunde auf Grund von zahlreichen Verletzungen selten spielte. „Nur so kann ich wieder mein altes Level erreichen.“

Aubameyang Spitze, Kirch die Alternative für Sokratis

Pierre-Emerick Aubameyang dürfte diesmal wieder als einzige Spitze agieren und mit seinem Tempo die Schalker fordern. Falls der an muskulären Problemen laborierende Sokratis nicht mehr rechtzeitig fit wird, bliebe Oliver Kirch die einzige Alternative nach dem Ausfall von Lukasz Piszczek (Teilriss des Syndesmosebandes) auf der Position des rechten Verteidigers.

Kevin Großkreutz befindet sich erst im Aufbautraining. Erik Durm ist zwar wieder voll belastbar, doch beginnt für ihn laut Klopp erst einmal die Vorbereitung ganz neu. „Er ist noch kein Thema“, bestätigt der Dortmunder Coach.

Quelle: wa.de

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