Zehn Milliarden durch Steuerabkommen?

Berlin - Die Bundesregierung schätzt, dass die geplante Besteuerung von deutschem Schwarzgeld in der Schweiz etwa zehn Milliarden Euro einbringen könnte.

Es seien “Kapitalanlagen in Höhe von etwa 50 Milliarden Schweizer Franken“ im Nachbarland zu vermuten, die “als plausibel für eine Nachversteuerung erscheinen“, heißt es in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die SPD-Abgeordneten Hilde Mattheis, das dapd vorliegt. 50 Milliarden Franken entsprechen etwa 41,6 Milliarden Euro.

Das geplante Abkommen sieht vor, in der Schweiz angelegtes unversteuertes Geld nachträglich mit 21 bis 41 Prozent zu besteuern. Ausgehend von den 50 Milliarden Franken erscheine “ein Aufkommen von 10 Milliarden Euro grundsätzlich plausibel“, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums weiter. Die Berechnungen enthielten jedoch “zu viele Unsicherheiten, um sie im Tableau eines Gesetzgebungsverfahrens als belastbare Werte ausweisen zu können“. Im Gesetzentwurf zur Ratifizierung des Abkommens werden die erwarteten Einnahmen nicht beziffert.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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