Wulff startet Golfreise

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Bundespräsident Christian Wulff tritt am Wochenende seine Golfreise an.

Berlin - Unter dem Eindruck der Umwälzungen in den arabischen Staaten startet Bundespräsident Christian Wulff an diesem Samstag in die Golfregion.

Zusammen mit seiner Frau Bettina wird Christian Wulff im Rahmen seiner Golfreise zunächst Kuwait besuchen. Danach ist er bis Montag in Katar. Eine Reise ins benachbarte Bahrain hatte Wulff wegen der Unruhen dort vor Tagen bereits abgesagt.

Zentrales Thema der Reise wird der Umbruch in Arabien sein. Wulff sagte dazu am Freitag: “Ich bin davon überzeugt, dass wir gerade jetzt mehr deutsches Engagement in der arabischen Welt brauchen, nicht weniger.“

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, der Wulff auf der Reise begleitet, sieht keine Probleme in der weiteren wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den autoritär regierten Staaten der Golfregion. In Kuwait und Katar gebe es eine größere Bereitschaft als in anderen arabischen Ländern, Reformen anzugehen, sagte Hoyer der Nachrichtenagentur dpa. “Die Zusammenarbeit mit Deutschland kann dabei den friedlichen Übergang zu mehr Demokratie nur fördern.“

In Kuwait wird der Bundespräsident an den Jubiläumsfeiern zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes teilnehmen und mit dem Emir Scheich Sabah Al-Ahmad Al-Jabar Al-Sabah sprechen. Spaniens König Juan Carlos und der türkische Präsident Abdullah Gül werden ebenfalls in Kuwait erwartet.

In Katar, wo 2022 die Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wird, will sich Wulff mit Studenten treffen und über die wirtschaftliche Zusammenarbeit sprechen. Deutsche Unternehmen hoffen auf Milliarden-Aufträge in dem Land. Der schwerreiche Ölstaat ist seinerseits an mehreren deutschen Großunternehmen wie VW und Hochtief beteiligt.

dpa

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