Westerwelle lässt Ex-Büroleiter länger im "Urlaub"

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Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle will auf die Dienste seines bisherigen Büroleiters Helmut Metzner nach den Wikileaks-Enthüllungen für längere Zeit verzichten.

Berlin - Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle will auf die Dienste seines bisherigen Büroleiters Helmut Metzner nach den Wikileaks-Enthüllungen für längere Zeit verzichten.

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FDP- Generalsekretär Christian Lindner ließ am Montag offen, wann der beurlaubte Mitarbeiter wieder in die Parteizentrale nach Berlin zurückkehrt. Forderungen nach einer Entlassung des 41-Jährigen wies er jedoch zurück. Metzner hatte der US-Botschaft in Berlin vergangenes Jahr Interna aus den schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen verraten. Nach den ersten Veröffentlichungen durch die Internet-Plattform ließ der FDP- Politiker mehrere Tage verstrichen, bis er dies zugab. Daraufhin musste Metzner seinen Posten als Westerwelles Büroleiter im Thomas- Dehler-Haus aufgeben.

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Lindner nahm den Außenminister gegen Vorwürfe in Schutz, Amt- und Parteiinteressen miteinander verquickt zu haben. Dabei geht es um die Tatsache, dass Westerwelle seinen heutigen Staatssekretär Martin Biesel vergangene Woche die Gespräche zur Enttarnung des Botschaftsinformanten führen ließ. Lindner sagte, Biesel habe dies auf “persönliche Bitte“ Westerwelles getan. Metzner hatte dann erst zugegeben, der Informant gewesen zu sein. Auf die Frage, wann der bisherige Büroleiter ins Thomas-Dehler- Haus zurückkehren werde, sagte Lindner: “Was den Urlaub angeht, wollen wir in diesem speziellen Fall großzügig sein.“ Metzner soll weiterhin in der FDP-Zentrale beschäftigt bleiben.

dpa

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