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Waigel kritisiert Seehofers Wahlkampfstrategie

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Der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel hat die Wahlkampfstrategie von CSU-Chef Horst Seehofer kritisiert. © dpa

Berlin/München - Der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel hat die Wahlkampfstrategie von CSU-Chef Horst Seehofer kritisiert und Konsequenzen aus dem Wahldebakel gefordert.

In der "Welt am Sonntag" bedauerte Waigel vor allem die Attacken auf die FDP. Die CSU hätte aus den Erfahrungen der 70er- und 80er-Jahre lernen müssen: "Auch damals haben wir die FDP attackiert, doch das brachte gar nichts." Die Attacken seien kontraproduktiv gewesen. Eine Personaldebatte lehnte Waigel jedoch ab. Die CSU muss seiner Ansicht nach ihre programmatischen Inhalte auf den Prüfstand stellen und Konsequenzen ziehen.

Eine Rückkehr zu den alten Wurzeln und eine stärkere Besinnung auf das konservative Gedankengut sei zwar grundsätzlich richtig, reiche aber nicht aus. Die CSU müsse zudem im kulturellen Bereich stärker präsent sein und gesellschaftspolitische Akzente setzen.

In diesem Zusammenhang warf Waigel vor allem den jüngeren Parteifreunden Desinteresse vor: "Merkwürdigerweise treffe ich bei vielen Diskussionsveranstaltungen etwa in Akademien auf kaum einen jüngeren CSU-Politiker. Das bringt nämlich nichts für die Karriere."

dpa

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