Starkes Wachstum: Brüderle für Steuersenkungen

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat hoch erfreut auf den Anstieg der deutschen Wirtschaftsleistung um 3,6 Prozent im Jahr 2010 reagiert. Gleichzeitig forderte der Minister Steuersenkungen.

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“Das war der größte Anstieg des Bruttoinlandsprodukts seit der Wiedervereinigung. Wir sind doppelt so schnell gewachsen wie der Durchschnitt der Europäischen Union.“ Im Vorjahr war die deutsche Wirtschaft allerdings um 4,7 Prozent geschrumpft, mehr als in vielen anderen Ländern. Brüderle sagte am Mittwoch in Berlin weiter, angestoßen von außenwirtschaftlichen Impulsen werde der Aufschwung nun zunehmend von der Binnenwirtschaft getragen.

Gleichzeitig forderte der Minister Steuersenkungen. Der Aufschwung sei insbesondere ein “Beschäftigungsaufschwung“, fügte der Minister hinzu. Die Beschäftigung habe im vergangenen Jahr ein Rekordniveau erreicht und liege nun auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der Erwerbstätigen sei um 212.000 auf 40,5 Millionen gestiegen. Die realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte hätten 2010 so stark zugenommen wie seit 2001 nicht mehr. Dies stütze die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte.

Gleichzeitig forderte Brüderle “die Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, bei denen aufgrund der Aufwärtsdynamik nun auch die kalte Progression wieder verstärkt greifen wird“. Am 19. Januar will Brüderle den Jahreswirtschaftsbericht 2011 vorlegen. Er enthält eine Prognose für das Wachstum 2011. Im Jahr 2010 hatte Brüderle die Dynamik völlig unterschätzt. Er korrigierte sich im Herbst.

dapd

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