Vorerst kein Atomtransport nach Russland

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Umweltschützer protestieren schon seit Wochen gegen den geplanten Atommülltransport.

Berlin - Die umstrittenen Atommülltransporte vom nordrhein-westfälischen Zwischenlager Ahaus ins russische Majak können  vorerst nicht stattfinden. Es gibt noch Sicherheitsbedenken.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch berichtete am Mittwoch aus dem Umweltausschuss, das entsprechende deutsch-russische Abkommen sei wegen Sicherheitsbedenken noch nicht unterzeichnet worden. Miersch berief sich auf Informationen der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, im Ausschuss.

Die Sprecherin des Bundesumweltministeriums, Christiane Schwarte, sagte nur, der für die Ausfuhr nötige Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle werde noch geprüft.

Umweltschützer beklagen Sicherheitsmängel

Es geht um 951 bestrahlte Brennelemente aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf in Sachsen, die ursprünglich einmal von der Sowjetunion geliefert wurden. Sie sollen nach einem russisch-amerikanischen Abkommen von Russland zurückgenommen und in die Wiederaufarbeitungsanlage Majak transportiert werden.

Der strahlende Abfall lagert seit 2005 in 18 Castor-Behältern im nordrhein-westfälischen Zwischenlager Ahaus. Umweltschützer beklagen Sicherheitsmängel in Majak und eine Verstrahlung der dortigen Umgebung. Sie hatten deshalb verlangt, den Atommüll in Deutschland zu behalten.

dapd

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