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Biden will Studienkredite erlassen und erntet Kritik – Weißes Haus reagiert öffentlich

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Von: Helena Gries

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Joe Biden stößt mit seinem Vorschlag, Studierende zu entlasten, auf Kritik. Das Weiße Haus reagiert und veröffentlicht brisante Details über die Kritiker bei Twitter.

Wahington D.C. – US-Präsident Joe Biden will Millionen Studierenden in den USA einen Teil ihrer Studienkredite erlassen. Dafür erntet der Demokrat harsche Kritik von den Republikanern. Das Weiße Haus hat sich nun die Kritiker vorgenommen und mit einem Beitrag auf Twitter reagiert.

Mithilfe Bidens Vorschlag, Studierende finanziell zu entlasten, könnten Regierungsangaben zufolge rund 20 Millionen Menschen in den USA schuldenfrei werden. Die Republikaner halten dies jedoch für unfair. Die Medienabteilung der Regierung hat den Spieß daraufhin umgedreht und auf Twitter aufgelistet, welche Schulden den einzelnen Kritikern bereits erlassen wurden.

Kritik an Biden: Das Weiße Haus reagiert auf Twitter

Während der Corona-Pandemie seien zahlreichen Republikanern im Zuge des sogenannten Paycheck Protection Program (PPP) Schulden erlassen worden. Das Programm wurde noch unter Donald Trump aufgebaut und sollte vor allem Selbstständige und gemeinnützige Organisationen in der Corona-Krise entlasten.

Das Weiße Haus will nun offenbar mit der Aktion bei Twitter auf eine gewisse Scheinheiligkeit der Kritik aufmerksam machen. In einem Video kritisiert die rechte Republikanerin Marjorie Taylor Greene die Pläne von Biden. Die geplante Erlassung der Studienkredite sei unfair gegenüber Steuerzahlern, die nie studiert hätten, denn diese müssten nun für Hochschulabsolventen zahlen.

Republikaner kritisieren Biden: Medienabteilung teilt Schuldenbeiträge auf Twitter

Das Weiße Haus twitterte dieses Video und schrieb dazu: „Der Kongressabgeordneten Marjorie Taylor Greene wurden 183.504 Dollar an PPP-Darlehen erlassen.“ Ein weiterer Republikaner hatte sich zu Bidens Plänen geäußert. Auch Vern Buchanan hatte Bidens „rücksichtsloses“ Verschenken von Studienkrediten als „unfair“ gegenüber den 87 Prozent der Amerikaner bezeichnet, die keine Schulden durch Studienkredite hätten. Das Weiße Haus schrieb zu dem Beitrag auf Twitter: „Dem Kongressabgeordneten Vern Buchanan wurden über 2,3 Millionen Dollar an PPP-Darlehen erlassen.“

Joe Biden, Präsident der USA, spricht im Roosevelt Room des Weißen Hauses in Washington über den Schuldenerlass für Studentenkredite. In den USA sollen mehrere Millionen Hochschulabsolventen ihre Schulden beim Staat nicht mehr komplett zurückzahlen müssen.
Joe Biden, Präsident der USA, will zahlreiche Studentenkredite in den USA erlassen. Dafür erntet er jedoch herbe Kritik. (Archivbild) © Evan Vucci/dpa

Doch damit noch nicht genug: Auf dem Twitter-Account des Weißen Hauses wurden nach selbem Schema weitere Republikaner bloßgestellt, die Kritik an Bidens Vorschlägen geäußert und diese als unfair bezeichnet hatten. So seien laut Twitter-Beiträgen des Weißen Hauses dem Kongressabgeordneten Markwayne Mullin etwa 1,4 Millionen Dollar erlassen worden, den Abgeordneten Kevin Hern und Mike Kelly jeweils etwa eine Million Dollar und dem Abgeordneten Matt Gaetz etwa 480.000 Dollar. (hg)

Vor den Midterm-Wahlen im Oktober holen die Demokraten holen im Wahlkampf auf. Grund dafür könnte die FBI-Razzia in Trumps Anwesen in Florida sein.

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