Hochwasser-Desaster in Deutschland

Unwetter-Katastrophe in NRW: Merkel erschüttert - Laschet sieht Zusammenhang mit dem Klimawandel

Schäden in Hagen
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Durch heftige Regenfälle war das Flüsschen Nahmer in Hagen zu einem reißenden Fluss geworden. Ein Anwohner schaut sich die verursachten Schäden an.

Die Überschwemmungen im Westen Deutschlands sind verheerend. Auch die deutsche Politik zeigt sich entsetzt.

Berlin – Die Unwetter-Katastrophe im Westen Deutschlands hat die Politik geschockt. In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kam es zu massiven Überschwemmungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich dazu über Regierungssprecher Stefan Seibert: „Ich bin erschüttert über die Katastrophe, die so viele Menschen in den Hochwasser​gebieten durchleiden müssen. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und Vermissten.“ Merkel dankte zudem den Helfern und Einsatzkräften vor Ort von Herzen. Aktuell hält sich die Regierungschefin in Washington, D.C. auf, wo sie am Abend auf US-Präsident Joe Biden treffen wird.

Die Flutkatastrophe in Deutschland zeigte am Donnerstag verheerende Folgen. In Düsseldorf, Aachen und Hagen wurden ganze Stadtteile evakuiert. In Altena kam am Mittwoch (14. Juli) ein Feuerwehrmann beim Kampf gegen die Überschwemmungen ums Leben. Das bestätigte die Polizei in Iserlohn.

Unwetter-Katastrophe in Deutschland: Laschet und Baerbock melden sich zu Wort

Auch die anderen Kanzlerkandidierenden äußerten sich zu den Wassermassen in Teilen Deutschlands. Als Konsequenz aus der Hochwasser-Katastrophe im Westen Deutschlands hat Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet* (CDU) eine schnellere Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen gefordert. Die Häufung von Starkregen- und Hitzeepisoden sei „verbunden mit dem Klimawandel“, sagte Laschet am Donnerstag bei einem Besuch in der besonders vom Hochwasser betroffenen Stadt Hagen. „Das bedeutet, dass wir bei den Maßnahmen zum Klimaschutz mehr Tempo brauchen - europäisch, bundesweit, weltweit“, fügte er hinzu.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz reagierte ebenfalls bestürzt. Auf Twitter schrieb er: „Die Meldungen zum Hochwasser alarmieren und schockieren. Jetzt geht es um schnelle Hilfe. Mein großer Dank geht an die Einsatzkräfte, die ihr Leben riskieren. Mein Mitgefühl gilt den Vermissten und Verstorbenen, ihren Angehörigen sowie allen, deren Häuser überschwemmt sind.“

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock* meldete sich ebenfalls auf Twitter zu Wort: „Meine Gedanken sind bei den Menschen, die um Angehörige trauern, sich um Vermisste sorgen und um Verletzte kümmern.“ Die Fridays-For-Future-Aktivistin Luisa Neubauer reagierte mit einem kritischen Kommentar auf einen Tweet Christian Lindners. Dieser twitterte: „Selten so einen #Starkregen erlebt wie gerade in #NRW. Gäste meiner Veranstaltungen müssen wegen Überflutungen heim, Bäume stürzen auf Straßen, Sirenen heulen.“ Für Neubauer jedoch klar: „‘Selten so eine Klimakrise erlebt wie gerade‘“ – Nennt es doch einfach beim Namen“, antwortete sie auf den Tweet. (aka mit AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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