Eskalation der Gewalt

UN-Gesandter: Situation in Nahost "am Rand eines Krieges"

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Zusammenstöße zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften am Rande des Gaza-Streifens. Foto: Atia Darwish/APA Images/ZUMA Wire

New York (dpa) - Die Eskalation der Gewalt zwischen militanten Palästinensern und Israel zeigt nach Ansicht des UN-Sondergesandten Nikolaj Mladenow, dass die Region "jeden Tag am Rande eines Krieges" steht.

Bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats in New York forderte Mladenow die internationale Gemeinschaft am Mittwoch (Ortszeit) auf, die Angriffe der militanten Palästinenser auf Israel zu verurteilen. Gleichzeitig müssten diese Attacken jedoch im Kontext der wochenlangen Proteste im Gazastreifen gesehen werden, bei denen mindestens 100 Palästinenser ums Leben gekommen waren.

US-Botschafterin Nikki Haley, die das Treffen gefordert hatte, bezeichnete es als empörend, dass der Sicherheitsrat sich nicht auf eine Verurteilung der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas habe einigen können. Zu erwarten, "dass Israel nichts unternimmt, wenn es angegriffen wird, ist der Gipfel der Heuchelei", sagte Haley.

Die Hamas hatte zuvor mitgeteilt, dass nach der schwersten Eskalation der Gewalt seit 2014 wieder eine Waffenruhe gelte. Mehrere israelische Minister betonten dagegen, es gebe keine vereinbarte Waffenruhe, auch wenn man nicht an einer Eskalation interessiert sei.

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