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Umfrage nach Seehofer-Satz: Gehört der Islam zu Deutschland?

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Praktizierende Muslime während des Freitag-Gebets in Potsdam.

Noch vor wenigen Tagen gaben zwei Drittel der Deutschen in einer Umfrage an, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Eine erneute Umfrage kommt nun zu einem anderen Ergebnis.

„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“. Seit der umstrittenen Aussage des neuen Bundesinnenministers Horst Seehofer gegenüber der Bild-Zeitung diskutiert das ganze Land über die Rolle des Islams. In einer Umfrage der Welt stimmten kürzlich 76 Prozent der Deutschen dem Satz Seehofers zu. 

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Eine Umfrage des RTL/n-tv-Trendbarometers kam nun zu einem anderen Ergebnis: Nur noch 46 Prozent stimmen dem Innenminister zu, 47 Prozent sind dagegen der Meinung, dass der Islam zu Deutschland gehöre. Zur Erinnerung: Bei der Umfrage der Welt widersprachen lediglich 20 Prozent.

Deutschland ist beim Thema Islam gespalten 

Das Ergebnis relativiert also die Ergebnisse der Welt-Umfrage - und zeigt gleichzeitig, wie gespalten die Bevölkerung beim Thema Islam ist: Die Ostdeutschen stehen dem Islam mehrheitlich ablehnend gegenüber (62 Prozent), ebenso die über 60-Jährigen (53 Prozent) sowie die Anhänger der AfD (87 Prozent) und der FDP (59 Prozent). Dass der Islam zu Deutschland gehört, finden hingegen mehrheitlich die Anhänger der SPD (64 Prozent) und der Grünen (76 Prozent) sowie drei Viertel der 18- bis 29-Jährigen (75 Prozent).

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Auch unter den Anhängern der Unionsparteien ist eine Mehrheit der Auffassung, der Islam sei Bestandteil der deutschen Gesellschaft.

Mehrheitlich keine Angst vor dem Islam

Nur 28 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, der Islam sei etwas, "das einem Angst macht". 70 Prozent haben keine Angst. Im März 2004 hatten der Äußerung noch 35 Prozent und im Februar 2006 38 Prozent der Deutschen zugestimmt. Für die Umfrage befragte Forsa für die Mediengruppe RTL am Dienstag und Mittwoch 1003 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten.

bah/AFP

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