Neue Hass-Tirade auf Twitter

Trump beleidigt schwarzen Abgeordneten - Demokraten entsetzt: Präsident ein „rassistischer Rüpel“

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Donald Trump hat auf Twitter gegen den schwarzen Abgeordneten Elijah Cummings ausgeteilt.

US-Präsident Donald Trump hat den schwarzen Abgeordneten Elijah Cummings auf Twitter scharf kritisiert. Viele Demokraten springen ihrem Parteikollegen nun zur Seite.

Update vom 19. September 2019: Donald Trump macht wieder mit einem fragwürdigen Tweet Schlagzeilen: Er teilte eine mutmaßliche Falschinformation über die schwarze Abgeordnete Ilhan Omar. Offenbar mit unangenehmen Konsequenzen für die Demokratin.

Trump beleidigt schwarzen Abgeordneten - Demokraten entsetzt: Präsident ein „rassistischer Rüpel“

Update vom 29. Juli 2019: US-Präsident Donald Trump hat in einer Serie von Tweets gegen den schwarzen Abgeordneten Elijah Cummings ausgeteilt und damit neue Rassimusvorwürfe auf sich gezogen. Der 73-Jährige bezeichnete den Vorsitzenden des Kontrollausschusses im Repräsentantenhaus als „brutalen Rüpel“. Zudem schrieb Trump: „Cummings‘ Bezirk ist ein widerliches, von Ratten und Nagetieren befallenes Chaos.“

Trumps neue Twitter-Attacke sorgte für große Empörung. Die ranghöchste Demokratin Nancy Pelosi sprach von einer rassistischen Attacke. Die Zeitung Baltimore Sun veröffentlichte einen Leitartikel, der mit den Worten überschrieben war: „Besser ein paar Ratten in der Nachbarschaft, als eine zu sein“.

Trump wies die Rassismusvorwürfe am Sonntag von sich. „Es ist nichts rassistisch daran, auszusprechen, was die meisten Menschen ohnehin wissen: Dass Elijah Cummings einen furchtbaren Job für die Menschen in seinem Bezirk und Baltimore gemacht hat“, schrieb er auf Twitter.

Cummings verteidigte sich gegen Trumps Kritik. „Ich wache jeden Morgen auf und kämpfe für meine Nachbarn“, schrieb er auf Twitter. Er forderte den Präsidenten auf, mit ihm zusammenzuarbeiten, um etwas an den finanziellen Schwierigkeiten von Familien in Baltimore und im ganzen Land zu ändern.

Viele Demokraten sprangen ihrem Parteikollegen zur Seite. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, schrieb auf Twitter, Cummings sei ein „hoch geschätzter“ Kollege. Man werde rassistische Attacken auf ihn nicht hinnehmen. Der Senator Chris Van Hollen sagte der Washington Post, Trumps Tweets seien ein weiteres Beispiel dafür, was für ein „rassistischer Rüpel“ der Präsident sei.

Auch Vertreter aus Baltimore wehrten sich gegen die Angriffe auf ihre Stadt. Der demokratische Bürgermeister Bernard Young erklärte, es sei völlig inakzeptabel für den Präsidenten, eine „pulsierende“ amerikanische Stadt wie Baltimore zu verunglimpfen. Cummings sei ein Patriot und ein Held. Ein CNN-Moderator kämpfte darüber hinaus mit den Tränen, als er Trumps Aussagen über Baltimore kommentierte.

Video: Trump beschimpft afroamerikanischen Abgeordneten Cummings

Donald Trump: Neue Rassismus-Vorwürfe - US-Präsident beleidigt Abgeordneten

Update vom 28. Juli 2019: Donald Trump hat erneut mit herablassenden Twitter-Botschaften über einen Abgeordneten Rassismus-Vorwürfe auf sich gezogen. Erst Mitte des Monats hatte das US-Repräsentantenhaus „rassistische Kommentare“ Trumps gegen vier demokratische Abgeordnete scharf verurteilt. Er warf Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley unter anderem vor, die USA zu „hassen“, und rief sie auf, in die Herkunftsländer ihrer Familien zurückzugehen (siehe unsere Meldung unten). 

Jetzt sorgte Trump erneut für Empörung. Er beschimpfte den afroamerikanischen Abgeordneten Elijah Cummings am Samstag als „brutalen Tyrannen“ und beschrieb dessen mehrheitlich von Schwarzen bewohnten Wahlkreis in Baltimore als „widerliches, von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch“. Zahlreiche Abgeordnete der Demokraten verurteilten die Äußerungen als rassistisch.

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Donald Trumps Hasstirade auf Twitter: Beleidigungen gegen Abgeordneten und dessen Wahlkreis

Trump ließ im Onlinedienst Twitter mehrere Tiraden gegen Cummings los, teilweise mit mehreren Stunden Abstand. Über den Wahlbezirk des prominenten Kritikers seiner Regierung schrieb der Präsident, er sei der "schlimmste" und "gefährlichste" Ort der USA. "Kein Mensch würde dort leben wollen."

Trump zielte offenkundig auf die Kritik des Demokraten Cummings an seiner verschärften Asyl-Politik an der Grenze zu Mexiko. Cummings habe sich über die "großartigen Männer und Frauen des Grenzschutzes" und die Lage an der Südgrenze der USA ausgelassen, während "sein Baltimore-Wahlkreis weitaus schlimmer und gefährlicher" sei.

Trump erntete wie schon vor kurzem für als rassistisch kritisierte Äußerungen über die demokratischen Politikerinnen erneut einen Sturm der Entrüstung. Die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, nannte Trumps Twitter-Botschaften "rassistisch". Cummings sei ein angesehener Kollege und trete für Bürgerrechte und wirtschaftliche Gerechtigkeit ein. "Wir alle weisen die rassistischen Attacken gegen ihn zurück", erklärte Pelosi, die selbst in Baltimore geboren wurde.

Trump sorgt mit böser Attacke auf  junge Demokratinnen für Empörung - Jetzt legt er nach

14.34 Uhr: Einen Tag nach seinen von der Opposition als rassistisch verurteilten Twitter-Attacken auf US-Politikerinnen hat US-Präsident Donald Trump nachgelegt: Im Kurzbotschaftendienst Twitter verlangte Trump am Montag eine Entschuldigung der "linksradikalen Kongressabgeordneten" für "die schlimmen Dinge, die sie gesagt haben". Am Sonntag hatte Trump mehrere Kongressabgeordnete aufgefordert, in die Herkunftsländer ihrer Familien "zurückzugehen". Großbritanniens Premierministerin Theresa May nannte Trumps Einlassungen am Montag "völlig inakzeptabel".

"Wann werden sich die linksradikalen Kongressabgeordneten bei unserem Land, bei den Menschen in Israel und auch beim Präsidenten für die widerliche Sprache, die sie benutzt haben, und für die fürchterlichen Dinge, die sie gesagt haben, entschuldigen?", schrieb Trump am Montag.

13.48 Uhr: Die britische Premierministerin Theresa May hat die Twitter-Attacken von US-Präsident Donald Trump auf US-Politikerinnen scharf verurteilt. Trumps Aufforderung an mehrere US-Kongressabgeordnete der Demokraten, in die Herkunftsländer ihrer Familien zurückzukehren, sei "völlig inakzeptabel", sagte ein Sprecher Mays am Montag.

Demokraten werfen Trump Rassismus vor

Update vom 15. Juli 2019, 9.37 Uhr: Mehrere Demokratinnen im US-Kongress haben Präsident Donald Trump Rassismus und weißen Nationalismus vorgeworfen. „So sieht Rassismus aus. Wir sind das, was Demokratie ist, wir gehen nirgendwo hin“, twitterte die Abgeordnete Ayanna Pressley, die in Chicago (Illinois) geboren wurde. „Kein Bully, selbst dieser rassistische Präsident nicht“, werde sie von ihrer Arbeit für ihre Wähler abhalten, twitterte Rashida Tlaib. Sie wurde als Kind palästinensischer Eltern in Detroit (Michigan) geboren. Die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez twitterte, der Präsident habe vor der Welt mit seinem weißen Nationalismus geprahlt. Sie stammt aus der Bronx in New York. Die in Somalia geborene und mit ihren Eltern eingewanderte Abgeordnete Ilhan Omar twitterte: „Sie (Trump) schüren weißen Nationalismus, weil Sie wütend auf uns sind, dass wir im Kongress dienen und gegen ihre hasserfüllte Agenda kämpfen.“ Tlaib und Omar sind die ersten beiden muslimischen Frauen, die in den Kongress eingezogen sind.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses und Frontfrau der Demokraten, Nancy Pelosi, sprang den Frauen zur Seite - wie andere Abgeordnete auch. Pelosi twitterte, die fremdenfeindlichen Äußerungen Trumps seien dazu gedacht, die Nation zu spalten. Der Präsident zeige, dass es schon immer sein Ziel gewesen sei, „Amerika wieder weiß zu machen“.

Trump reagierte und warf daraufhin den Demokraten vor, sie würden Menschen verteidigen, die schlecht über das Land redeten und Israel hassten.

„Dahin zurück, wo sie herkommen“: Trump ätzt gegen junge Demokratinnen

Washington - US-Präsident Donald Trump hat mehrere Demokratinnen im Kongress aufgerufen, die USA zu verlassen und in ihre vermeintliche Heimat zurückzukehren. Trump schrieb am Sonntag auf Twitter, es sei interessant zu beobachten, wie „progressive“ Demokratinnen, die ursprünglich aus Ländern mit katastrophalen, korrupten und unfähigen Regierungen kämen, den USA erklärten, wie die Regierung in den Vereinigten Staaten zu funktioniere habe. „Warum gehen sie nicht zurück und helfen dabei, die total kaputten und von Kriminalität befallenen Orte in Ordnung zu bringen, aus denen sie gekommen sind.“

Der Präsident spottete, diese Orte bräuchten den Rat dieser Frauen dringend, sie könnten gar nicht schnell genug aufbrechen. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses - die Frontfrau der Demokraten, Nancy Pelosi - sei sicher gern bereit, die Reisepläne zu unterstützen, schob Trump hinterher.

Donald Trump: Seitenhieb auf junge Politikerinnen - Trump selbst betont gern seine ausländische Herkunft

Er nannte keine Namen, spielte aber unmissverständlich auf eine kleine Gruppe junger und aufstrebender demokratischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus an, die sich intensive Machtkämpfe mit Pelosi liefern. 

Dazu gehören Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib, Ayanna Pressley und Ilhan Omar. Sie kommen zum Teil aus Einwandererfamilien, sind bis auf Omar, die in Somalia auf die Welt kam, aber in den USA geboren. Trump selbst spielt bisweilen gerne auf seine Wurzeln in Deutschland an - allerdings mit teils widersprüchlichen Aussagen.

Donald Trump: Verbal-Attacke just am Tag geplanter Großrazzien

Trumps verbale Attacke fiel auf den Tag, für den der Präsident großangelegte Razzien gegen Menschen ohne Aufenthaltspapiere in den USA angekündigt hatte. Es wurden Durchsuchungen der Einwanderungsbehörde ICE in mindestens zehn Großstädten erwartet. Geplant war die Festnahme von rund 2000 nicht registrierten Migranten.

Tlaib entgegnete Trump - ebenfalls per Tweet - dieser sei gesetzlos und in seinem Amt ein kompletter Misserfolg. „Er ist die Krise. Seine gefährliche Ideologie ist die Krise“, schrieb sie. Trump müsse des Amtes enthoben werden.

Ocasio-Cortez war unlängst bereits Opfer von Ausfälligkeiten eines US-Lokalpolitikers geworden. Zuvor war ihr ein Paukenschlag bei den Vorwahlen der Demokraten gelungen.

Auch interessant: Jung, weiblich, muslimisch oder schwul - diese Abgeordneten bereichern jetzt die US-Politik.

Donald Trumps USA haben „mit sofortiger Wirkung“ das Asylrecht an der Grenze zu Mexiko eingeschränkt. Die Debatte ähnelt teils jener um die Seenotrettung im Mittelmeer.

Auch in puncto Nordkorea hatte sich Trump zuletzt eindeutig positioniert: Nach einem Raketentest Nordkoreas am 25. Juli sagte er, dieser sei keine Warnung an die USA gewesen, sondern Teil des Konflikts zwischen Nordkorea und Südkorea. „Sie haben ihre Streitigkeiten, die beiden haben ihre Streitigkeiten“, so Trump. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung - denn Nordkorea hat erneut zwei Raketen getestet.

In der TV-Debatte der Demokraten ging es hoch her. Die Favoriten Sanders und Warren verteidigten ihre linken Ideen, während die moderaten Kandidaten von „Märchen-Politik“ sprachen.

Donald Trump ist für seine mitunter holprigen und oft unüberlegten Aussagen bekannt. Jetzt könnte ihm allerdings ein großer Skandal rund um ein Versprechen an den Kragen gehen - denn ein Whistleblower im US-Geheimdienst erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump.

dpa/AFP/fn

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