Trotz Umfragetief: Union macht sich Mut

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Horst Seehofer hat eine erste Zwischenbilanz der Schwarz-Gelben Regierung gezogen.

Berlin/München - Die Union spricht sich angesichts ihres Umfragetiefs selbst Mut zu. Auch die Frage der kommenden Kanzlerkandidatur wird auf Seiten der Koalition schon diskutiert.

CSU-Chef Horst Seehofer sagte am Wochenende, in der Halbzeit der Legislaturperiode seien solche Werte ganz natürlich. Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, sagte, er messe den Umfragen keine Bedeutung zu. Trotz ihrer schwindenden Popularität sei auch Bundeskanzlerin Angela Merkel unangefochten, betonten beide. Aus der CDU kam aber vorsichtige Kritik am Parteikurs und der Ruf nach klaren Botschaften.

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

Die schwarz-gelbe Koalition hat etwa die Hälfte ihrer Legislaturperiode hinter sich. Nach zwei Jahren in der Regierung kämpft die FDP gegen das Abrutschen in die Bedeutungslosigkeit, und auch die Union hat zuletzt an Zustimmung verloren. Dem neuen ARD-Deutschlandtrend zufolge ist die Union auf ein neues Jahrestief gerutscht und liegt derzeit nur bei 32 Prozent. Außerdem würde CDU-Chefin Merkel im Falle einer Direktwahl des Bundeskanzlers sowohl gegen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als auch gegen Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) verlieren.

Seehofer sieht Umfragen gelassen

CSU-Chef Seehofer sieht in alldem keinen Grund zur Besorgnis. “Das ist in der Halbzeit einer Legislaturperiode ganz natürlich“, sagte er der “Mitteldeutschen Zeitung“. “Es gibt Grund, jetzt eine ruhige Sommerpause hinzulegen und dann mit einem Höchstmaß an Geschlossenheit innerhalb der Union und gemeinsam mit der FDP die zweite Halbzeit zu gestalten.“ Auch die schrumpfende Zustimmung für die Kanzlerin lässt bei Seehofer keinen Zweifel an ihrer Führungsrolle aufkommen. “Frau Merkel ist total unangefochten“, betonte er, “sie hat die uneingeschränkte Unterstützung der CSU.“

dapd

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