Trittin ruft zu Demo gegen AKW-Laufzeiten auf

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Grünen-Chef Trittin

Köln - Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat zu Protesten gegen die Pläne der Bundesregierung aufgerufen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern.

“Wir werden den Tschernobyl-Tag am 24. April nutzen, um gegen diese unverantwortlichen Pläne zu demonstrieren“, sagte Trittin am Montag im ARD-Morgenmagazin. Die Atomkraftwerke Brunsbüttel, Biblis und Neckarwestheim seien so alt, dass es bei jedem bereits 400 Störfälle gegeben habe.

“Die Idee, deren Laufzeit zu verdoppeln, heißt schlicht und ergreifend, noch einmal pro Kraftwerksblock 400 Störfälle billigend in Kauf zu nehmen. Es ist ja nicht anzunehmen, dass die in der zweiten Hälfte ihres Lebens weniger Störfälle haben, als mit der Technik der ersten Hälfte“, argumentierte der Grünen-Politiker. Wenn es bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gelinge, Schwarz-Gelb zu verhindern, werde es für die Pläne der Bundesregierung schwierig.

“Es wird mit Grünen und Grünen-Landesregierungen keine Zustimmung zu irgendeiner Form von Laufzeitverlängerungen geben.“ Zu Spekulationen über eine schwarz-grüne Koalition in Düsseldorf sagte Trittin: “Diejenigen in der Union, da soll es einzelne geben, die von Bündnissen mit den Grünen träumen, sage ich in aller Kühle: Mit den Grünen gibt es Bündnisse nur beim Festhalten am Atomausstieg und dem Verzicht auf neue Kohlekraftwerke.“

dapd

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