Theo Waigel: "Wir brauchen keine Eurobonds"

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Theo Waigel unterstützt die Kanzlerin bei ihrer Einstellung zu den Eurobonds.

München - Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Debatte um die Einführung von Eurobonds im Kampf gegen die Schuldenkrise den Rücken gestärkt:

"Eurobonds sind nicht nötig. Ich habe sie auch nie befürwortet", sagte Waigel in einem Interview des MÜNCHNER MERKUR (Samstag-Ausgabe). "Was die verschuldeten Staaten jetzt tun müssen, verlangt von ihnen nicht mehr als das, was sie in den 90er Jahren bereits mit Erfolg getan haben", so Waigel.

In der Einführung von Eurobonds sieht der CSU-Ehrenvorsitzende die Gefahr, dass man sich in den Schuldenländern sofort zurücklehne und glaube, das sei die Lösung für die Probleme des gesamten Euroraums. "Konsolidierungsanstrengungen und Restrukturierungsnotwendigkeiten werden dann sofort zurückgestellt und man gibt sich mit formalen Versprechungen zufrieden, die in zwei oder drei Jahren wirksam sein sollen."

Waigel fordert: "Jetzt gilt der Grundsatz: Hic Rhodos, hic salta! Jetzt muss sofort gehandelt werden, um das Vertrauen der Märkte wiederzugewinnen." Auf die Frage, ob es den Euro auch noch in fünf Jahren geben wird, anwortete Waigel: "Ganz sicher!"

mm

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