Stuttgart 21: Bahn-Chef sieht Imagegewinn

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Rüdiger Grube

Freiburg - Nach der zweiten Schlichtungsrunde zum Großprojekt Stuttgart 21 sieht Bahnchef Rüdiger Grube einen Imagegewinn für sein Unternehmen.

“Die Schlichtung hat sich für uns als Chance erwiesen“, sagte Grube in Freiburg der Nachrichtenagentur dpa. “Wir haben erstmals eine Plattform erhalten, auf der wir für uns und unsere Überzeugungen in großer Öffentlichkeit werben können. Und zwar in Ruhe und mit Sachargumenten.“ Die Bahn werde hiervon profitieren. “Dies gilt über das Projekt hinaus“, sagte Grube.

Dem Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler attestierte Grube einen hervorragenden Job. “Wenn man sich das in der Live-Übertragung anschaut, wie souverän und konsequent er in seinem Alter diese Schlichtung moderiert, dann verdient dies großen Respekt.“ Der 80- jährige Geißler sei perfekt in die Problematik eingearbeitet, nicht nur in der öffentlichen Debatte, sondern auch in Gesprächen hinter den Kulissen. Die Bahn werde daher sachlich mitarbeiten und sich außerhalb der Schlichtung mit öffentlichen Äußerungen zurückhalten.

In politische Auseinandersetzungen werde er sich nicht einmischen, sagte Grube. “Der Streit der Parteien darf nicht unser Betätigungsfeld werden.“ Dies müssten auch seine Gegner anerkennen. “Ich möchte nicht für etwas an den Pranger gestellt werden, für was die Bahn nichts kann.“

dpa

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