Studie: Sprachkompetenz von Einwanderern steigt

Nürnberg - Zur derzeit hochgekochten Integrationsdebatte gibt es neue überraschende Zahlen: Migranten in Deutschland können einer Studie zufolge immer besser Deutsch sprechen.

“Wir beobachten seit 25 Jahren einen kontinuierlichen Anstieg der Sprachkompetenz“, sagte Herbert Brücker, Migrationsexperte des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), am Dienstag in Nürnberg. Bei Befragungen von Einwandererhaushalten habe die Sprachkompetenz 1984 bei einem Wert von 2,3 gelegen. Bis 2008 sei sie auf 3,1 gestiegen. Dabei gelte die Sprachkompetenz von 4,0 als “sehr gut“ - dann sei sie vergleichbar mit der eines Deutschen.

Für die Studie mussten Migranten ihr Schreib- und Sprechvermögen selbst einschätzen. Die Ergebnisse zeigen laut Brücker, dass ethnische Enklaven das Erlernen der Sprache weniger stark behindern als bislang angenommen. Bei solchen Enklaven handelt es sich um Stadtteile, in denen überdurchschnittlich viele Migranten leben und diese dann unter sich bleiben. Stärkeren Einfluss auf den Spracherwerb als das Leben in Enklaven habe der Faktor Bildung.

dpa

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