Steuersünder-CD: Angeblich erste Durchsuchungen

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Vor drei Wochen wurde die Daten-CD gekauft (Symbolbild). Jetzt sollen die ersten Wohnungen dursucht worden sein.

Stuttgart - Drei Wochen nach dem Kauf einer CD mit Bankdaten aus der Schweiz haben deutsche Steuerfahnder nach einem Zeitungsbericht die ersten Wohnungen von mutmaßlichen Steuersündern durchsucht.

Nach Angaben der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (“FAZ“) erschienen die Beamten bei Privatleuten in Süddeutschland, die keine Selbstanzeige abgegeben hatten, mit einem gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss. Das baden-württembergische Finanzministerium bestätigte der Nachrichtenagentur DAPD am Freitag, dass erste Steuerdaten aus der von Nordrhein-Westfalen erworbenen CD an die baden-württembergischen Finanzämter übermittelt worden seien.

Zur Frage ob es bereits zu Hausdurchsuchungen gekommen sei, wollte die Behörde jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen keine Stellung nehmen. Die “FAZ“ berichtete unter Berufung auf den Rechtsanwalt der Betroffenen, die Steuerfahnder verfügten über Beweismaterial ziemlich guter Qualität. Schon bei ihrem Erscheinen hätten sie den exakten Betrag gekannt, der auf einem Konto einer Schweizer Bank lag.

Der Steuerstrafverteidiger vermute aufgrund seiner Gespräche mit der Finanzverwaltung, dass in der kommenden Woche die erste Welle von Ermittlungsmaßnahmen anrollen könnte, berichtete die Zeitung. “Die Sitzen in den Startlöchern“, zitierte die “FAZ“ den Rechtsanwalt. Die von Nordrhein-Westfalen Ende Februar für rund 2,5 Millionen Euro erworbene Daten-CD soll Angaben zu etwa 1.500 mutmaßlichen deutschen Steuerhinterziehern enthalten.

dapd

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