Stasi-Unterlagenbehörde legt Tätigkeitsbericht vor

+
Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes. Foto: Jens Büttner

Berlin (dpa) - Die Stasi-Unterlagenbehörde zielt mit ihrer Aufklärungsarbeit immer stärker auf die Nach-Wende-Generation. Die Zahl der Menschen, die die DDR selbst nicht mehr erlebt hätten, nehme stetig zu, und das verändere auch den Dialog, die Aufbereitung und die Erzählweise.

So heißt es im aktuellen Tätigkeitsbericht der Behörde, den ihr Chef Roland Jahn heute Bundestagspräsident Norbert Lammert übergibt. Nachwachsende Generationen hätten nicht automatisch ein eigenes Interesse an der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur. Zugleich sei das Interesse der Älteren an den Stasi-Akten ungebrochen. Knapp 67 800 Anträge auf Einsicht wurden im Jahr 2014 gestellt, rund drei Millionen sind es seit Bestehen der Behörde.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare