Söder: Jeder sollte sich Frage nach Organspende stellen

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Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU)

München - Unmittelbar vor den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern über das Thema Organspende hat Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) erneut die Bürger in die Pflicht genommen.

Jeder solle sich einmal im Leben mit der Frage der Organspende auseinandersetzen müssen. “100 Prozent wären bereit, im Falle einer eigenen Krankheit auch ein Organ zu nehmen“, sagte Söder im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2). Wer nehmen möchte, dem solle auch die Chance gegeben werden, zu geben.

Wer in welchem Bundesland regiert

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Bei der Ministerrunde in Frankfurt am Main setzt sich Bayern für die sogenannte Widerspruchslösung ein. Danach muss sich jeder Bürger konkret zur Spendenbereitschaft erklären. “Der beste Transplantationsbeauftragte kann nichts machen, wenn im Todesfall quasi die Entscheidung dann nicht bei dem lag, der Verstorben ist, sondern bei den Angehörigen“, erläuterte Söder. In einer solchen Phase könne man den Hinterbliebenen nicht zumuten, eine Entscheidung zu treffen. “Da ist schon sinnvoller, dass jeder sich das einfach einmal überlegt im Leben und eine Entscheidung trifft.“

Die Fragestellung könne im Bedarfsfall durchaus wiederholt werden: “Die kann man alle drei Jahre neu stellen, alle fünf Jahre neu fragen, das können auch die Krankenkassen machen - aber jeder sollte sich einmal mit dem Thema auseinandersetzen“, betonte Söder.

dpa

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