Seehofer: Bayerisch-chinesische Verwandtschaft

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Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat bei seinem ersten China-Besuch eine innere Verwandtschaft Bayerns mit dem Reich der Mitte entdeckt.

Peking - Ministerpräsident Horst Seehofer hat bei seinem ersten China-Besuch eine innere Verwandtschaft Bayerns mit dem Reich der Mitte entdeckt. Unterdessen hat ihm Ex-Kanzler Schröder bei einem Termin die Show gestohlen. 

“Auf der einen Seite Verwurzelung in Tradition und Brauchtum, auf der anderen Seite die Hinwendung zur Zukunft“, sagte Seehofer am Mittwoch bei einer ersten Zwischenbilanz seines fünftägigen Besuchs im Reich der Mitte. Seehofer will künftig häufiger nach China fahren. Bisher hätten seine Vorgänger in Abständen von sieben, acht Jahren das Land besucht. “Wir müssen die Schlagzahl erhöhen.“

Schröder stiehlt Seehofer in China die Show 

Bei einem unverhofften Zusammentreffen in China hat Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Show gestohlen. Bei Seehofers Besuch in der Partnerprovinz Shandong setzte die örtliche Kommunistische Partei am Mittwoch zur Überraschung der bayerischen Delegation einen gemeinsamen Begrüßungstermin für Schröder und Seehofer an.

Schröder als wichtigster Gast erwiderte die freundlichen Worte des Parteisekretärs Jiang Yikang mit vergnügtem Grinsen - “Ich darf sagen, das ist ein absolutes Novum: auch im Namen des bayerischen Ministerpräsidenten.“ Seehofer kam nicht zu Wort, nahm es aber sportlich: “Das haben wir untereinander besprochen“, sagte er. Deutsche Politiker sollten viel konzilianter miteinander umgehen, “nicht so beinhart“.

dpa

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