Sarrazin gerät immer stärker unter Druck

Frankfurt/Main - Die Kritik an den Äußerungen Thilo Sarrazins wird immer lauter. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles erhöhte den Druck auf Sarrazin, die Partei zu verlassen.

Die Linke forderte den Vorstand auf, die Abberufung Sarrazins aus dem Führungsgremium der Notenbank zu beantragen. Die Grünen sprachen sich dafür aus, das Ernennungsverfahren für Bundesbank-Vorstände generell zu reformieren.

"Ausgeprägte Profilneurose"

Sarrazin sei ein “unterbeschäftigter Bundesbanker mit ausgeprägter Profilneurose“ und missbrauche den Namen der SPD, sagte Nahles dem “Hamburger Abendblatt“. Wer Bevölkerungsgruppen pauschal verächtlich mache und gegeneinander aufbringe, treibe “ein perfides, vergiftetes Spiel mit Ängsten und Vorurteilen“ und habe mit den Werten und Überzeugungen der SPD nichts zu tun.

Linke: Sarrazin ist untragbar

Die Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch forderte die Abberufung des SPD-Politikers aus dem Führungsgremium der Notenbank. Sarrazin sei in einem öffentlichen Amt untragbar, betonte sie. Ein Spitzenbeamter, der Menschen aufhetze, sei nicht akzeptabel. Die Notenbank dürfe kein verantwortungsfreier Raum sein. Der Bundesbankvorstand müsse zum äußersten Mittel greifen.

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

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