Sarkozys Mehrheit steht Wahlschlappe bevor

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Frankreichs Präsident Sarkozy bei der Stimmabgabe.

Paris - Bei der zweiten Runde der Regionalwahlen in Frankreich galt am Sonntag ein weitgehender Sieg der Opposition in zahlreichen Regionen als so gut wie sicher.

Etwa 43 Millionen Wähler waren aufgerufen, über die Zusammensetzung von 25 Regionalparlamenten zu entscheiden. Lediglich in Guadeloupe hatte es in der ersten Runde schon eine absolute Mehrheit für die Linken gegeben. Am Mittag lag die Wahlbeteiligung mit knapp 20 Prozent etwas höher als am vergangenen Sonntag zur selben Zeit.

Dem bürgerlich-rechten Regierungslager von Präsident Nicolas Sarkozy drohte eine Schlappe. Bei der ersten Runde waren die Sozialisten mit den Grünen und einer weiteren Linkspartei auf mehr als 50 Prozent der Stimmen gekommen. Die Regierungsmehrheit hoffte auf eine regere Wahlbeteiligung als im ersten Durchgang, bei dem nicht einmal jeder zweite Wahlberechtigte seine Stimme abgegeben hatte.

Sie war schon bislang nur in zwei der insgesamt 26 Regionen an der Macht, nämlich in Korsika und im Elsass. Nach den jüngsten Umfragen könnte Korsika nun ebenfalls an die Opposition fallen. Im Elsass, wo auch noch die rechtsextreme Partei Front National antritt, lagen beide Seiten gleichauf. Die Partei von Jean-Marie Le Pen hatte mit mehr als elf Prozent einen Überraschungssieg erzielt und trat in zwölf Regionen in der zweiten Runde an.

Die Wahl wurde weithin als Stimmungstest für die Regierungspolitik gewertet. Die Identität der erst in den 80er Jahren gegründeten Regionen ist nicht sehr stark ausgeprägt. Sie sind unter anderem für Schulen und Transport zuständig. Die Wahllokale schließen je nach Region zwischen 18.00 und 20.00 Uhr.

dpa

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