Russisch-ukrainischer Gasstreit schwelt weiter

Kiew/Moskau - Im Ringen um neue Gas-Lieferverträge zwischen Russland und der Ukraine herrscht neue Verwirrung. Während die einen bereits die Einigung vermelden, dementiert die andere Seite.

Man habe sich auf eine Neufassung und niedrigere Preise geeinigt, hieß es am Mittwochabend in ukrainischen Regierungskreisen. Russische Medien berichteten am Donnerstagmorgen über ein Dementi des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin. “Wenn wir uns geeinigt haben, werden wir zunächst Verträge unterzeichnen. Vorher ist nichts spruchreif“, sagte demnach Putins Sprecher Dmitri Peskow. Dennoch ist auch der Kreml zuversichtlich, mit der ukrainischen Regierung bald zu einer Einigung zu kommen.

2009 hatten sich Moskau und Kiew auf ein Gas-Abkommen mit zehnjähriger Laufzeit geeinigt, das die neue ukrainische Regierung überarbeiten will. Ein Kiewer Gericht hat die frühere Regierungschefin Julia Timoschenko wegen des Vertragsschlusses von 2009 zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil sie bei den Verhandlungen darüber ihr Amt missbraucht haben soll. Moskau hat sich zu Neuverhandlungen bereit erklärt, um die Ukraine enger an Russland zu binden. Parallel verhandelt Kiew mit der Europäischen Union über ein Assoziierungs- und Freihandelsabkommen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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